Umbau V70 auf E-Antrieb

  • Hallo in die Runde,


    hier reifen gerade die Gedanken über Photovoltaik auf dem Dach und in dem Zusammenhang könnte ich mir vorstellen, auch die Anzahl der Automobile mit Verbrennungsmotor zu reduzieren.

    Mit den aktuellen Fahrzeugen am Markt kann ich mich aber nicht anfreunden.

    Daher versuche ich, herauszufinden, ob es möglich ist, den V70I auf Elektroantrieb umzurüsten.

    Die Ansprüche an die Fahrleistung sind realistisch betrachtet deutlich geringer als das, was der 2,5T mitbringt (außer der Beschleunigung, die will ich weiterhin haben).

    - Reichweite 300 - 400 km

    - Höchstgeschwindigkeit max. 140 km/h

    - Anhänger sollte noch bis 1600 kg möglich sein (die 500 kg ungebremst reichen aber eigentlich auch).


    Umbauten von frontgetriebenen Volvos bin ich im Netz nur wenigen begegnet.

    Ein Schweizer hat seinen S80 von2015-2017 umgebaut und ein 850 aus 2010 ist mir auch mal begegnet.

    Bisher habe ich nur Umbauten gefunden, die einfach den Verbrenner durch einen E-Motor ersetzen und den Rest des Antriebsstranges beibehalten. Das hat mich etwas verwundert, da ich immer davon ausgegangen bin, dass das Schaltgetriebe auch entfallen könnte.


    Weiß jemand mehr zu elektrischen V70?

    Gibt es Hinweise auf kompetente Umbauer? Ein Selbstbau kommt für mich definitiv nicht in Frage.


    "Lohnen" wird sich das Ganze auch nicht. Wenn ich aber danach gehen würde, hätte ich kein Auto mehr. :rolleyes:


    Es grüßt

    der Jens

  • Machbar ist vieles. Einfach mal nach Umrüstern im Netz suchen. Die Umbaukosten liegen meistens zwischen 15 und 20 Kiloeuro. Die Reichweite ist deutlich geringer als von Dir angestrebt. Das liegt vor allem an dem nicht für Batterien vorgesehenen Platz und der Gewichtsverteilung/Achslasten etc.


    Lutz

  • erschwerend dazu kommt, dass das HV-System natürlich mit am CAN hängt.

    Ich hatte aus dem selben Grunde auch schon mal die Idee, aus einem (leicht verunfallten) e-V90-II alles umzuoperieren, was nach HV-System aussieht in einen 940 rein. Das funktioniert schon nicht, weil der 940 keinen Bus hat.

    Mna muss ein Auto mit CAN nehmen und ALLES, was elektrisch funktioniert mit übernehmen.

    In wie weit der V90-II-CANBus mit dem V70P26 (2000-2008) kompatibel ist, wäre noch herauszubekommen.

    Insgesamt wenig lohnenswert. Eine technische Herausforderung ist das in jedem Fall.

    Dass man den entspr. HV-Schein braucht, ist für die meisten eine weitere Hürde..

    Gruß

    Marco



    Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden, die aus meinen Beiträgen entstehen.

    Der Laie, der keinerlei Fachkenntnis hat muss sich genau überlegen, wo seine Grenzen sind / ob eine Fachwerkstatt nicht irgendwann die bessere Idee ist.

    Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen wie Bremse, Lenkung, Airbag, Klimaanlage, Hochvoltsystem sind nur für ausgebildete Fachkräfte. Ich habe u,a, die Scheine für Airbag, Klima, HV... und weiß, was ich tue.

  • Ganz so kompliziert muss man es sich ja nicht machen. Wenn man YouTube bemüht, findet man in den USA einen 240, der umgebaut wurde auf Elektro, in Kalifornien eine Firma, die vor allem alte VW Busse etc auf Teslatechnik umrüstet und ein französisches Paar, die einen VW T3 umgebaut haben und damit auf Weltreise gegangen sind. Alles in Eigenleistung.


    Die Steuerung geht sicher auch ohne Can-Bus oder als Stand-Alone-Lösung.


    In D gibt es auch mehrere Umrüster, die das anbieten. Ich finde das Thema durchaus interessant, aber immer noch viel zu teuer. Das könnte ja auch eine Variante sein, dass Umbauten von Young- und Oldtimern gefördert werden, statt dass man sich Neuwagenschrott kaufen muss, wenn irgendwann keine Verbrenner mehr fahren dürfen.


    Lutz

  • Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die wichtigen Rohstoffe Lithium und Neodym

    1. zum größten Teil unter chinesischer Erde liegen und

    2. die bekannten Vorräte längst nicht 1x mal für alle 1,3 Mrd. Fahrzeuge ausreichen.

    Folglich werden die Bauteile niemals richtig günstig, mittelfristig eher teurer bis es eine RecyclingMöglichkeit gibt für das Zeug.

    30T eur auszugeben für einen Umbau ist witzlos - nur um ein altes Auto weiter fahren zu können.

    .

    Umgebaute Autos von Hobbybastlern gibts eine Menge. Leider scheitert sowas in D am TÜV und der StVZO. Das Auto muss eigensicher sein, also vollständig berührungsgeschützt UND eine 12V-Sicherheitsline besitzen.

    Ein Heer von Inschinjören hat vorletztes Jahr einen T1-Bus auf E-Antrieb umgebaut mit Bauteilen ausm ID3. Das Thema TÜV und STVZO ist für die (großen) PKW-Hersteller ja kein Problem. Für uns schon.

    Für mich sehe ich die einzige Möglichkeit, die Teile aus einem neueren Fahrzeug zu entnehmen und in den 940 umtransplantieren. Dabei müssen die Bus-Steuergeräte am Inverter, Ladegerät und E-Motor vollständig entfernt und gegen Eigenbau- oder Universalteile ersetzt werden. Steuergeräte-Bau hatte ich im Studium nur ganz am Rande, ist auch schon ein paar Tage her, müßte mich völlig neu einarbeiten. Bei Eigenbau stellt wieder der TÜV "schlaue" Fragen.

    Außerdem muss "Volvo" auf den Teilen stehen, sonst kommen noch mehr Fragen auf.

    Ein Schlachtfahrzeug zu finden ist auch noch problematisch.

    Hatte letztens eine Anzeige bei eby-KA, "suche E-Karre mit Unfall außerhalb des Antriebs" weil ich die Batterie an die PV-Anlage klemmen will. Batterien für PV sind relativ klein und kosten immernoch viel. Eine 400V Batterie 30 oder 35Ah aus einer Elektrokarre wäre ideal, es gibt aber nix zu kaufen.

    Ich hab das Projekt erstmal auf Eis liegen.

    .

    Ein generelles Verbot für Verbrenner wirds von jetzt-auf-gleich wohl nicht geben, aber die Erhöhung Benzin/DieselPreise werden für den selben Effekt sorgen

    Gruß

    Marco



    Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden, die aus meinen Beiträgen entstehen.

    Der Laie, der keinerlei Fachkenntnis hat muss sich genau überlegen, wo seine Grenzen sind / ob eine Fachwerkstatt nicht irgendwann die bessere Idee ist.

    Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen wie Bremse, Lenkung, Airbag, Klimaanlage, Hochvoltsystem sind nur für ausgebildete Fachkräfte. Ich habe u,a, die Scheine für Airbag, Klima, HV... und weiß, was ich tue.

  • Die Umrüster verwenden (leider) auch die Batterien mit den selten Erden als Rohstoff und damit muss man auch auseinandersetzen und dazu stehen finde ich.

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    Der umgerüstet 240 (den ich kenn) hat Bleibatterien eingesetzt das wäre unter dem "Ann-Katrin" Aspekt für mich der gangbare weg.

    Warum das Getriebe im Fahrzeug bleibt? Gerade beim Frontantrieb oder den VW Bussen (T3/T4) ist das Differential im Schaltgetriebe daher ist es einfacher das Getriebe weiter zu verwenden.

    Und nur im 4 Gang fahren geht, dann besteht noch die Möglichkeit der Reduktion wenn es sein müsste, Berge, Anhänger, Beschleunigung :-).

    Beim V70 müsste der Platz für die zweite Hälfte der Batterien (ein Teil kann vorn rein massiert werden) über legt werden.


    Zum Preis. Ich hatte 2020 Umrüstsätze für 9000,- gesehen: Batterie, Motor, Adapterplatte fürs Getriebe, Inverter, Steuerung, alles dabei.

    30T eur auszugeben für einen Umbau ist witzlos - nur um ein altes Auto weiter fahren zu können.

    Warum einen Tesla fahren wenn der nach wenigen Tagen (Jahren) verfault da die Karosserie mit Montagekleber so dicht ist das Wasser in den Hohlräumen steht?

    Rost am Pkw: Elektroautos besonders anfällig | AUTO MOTOR UND SPORT (auto-motor-und-sport.de)


    Klar dann könnte nach 2- 3 Jahren die Technik in einen Volvo wandern :-)

    -natürlich nur um die Ressourcen zu schonen und die für die Umwelt sauteuren Batterien weiter zu nutzen.

    Gruß

    Jörn