HU und H-Kennzeichen Volvo 164...

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    • HU und H-Kennzeichen Volvo 164...

      Hallo,

      wichtige Frage zur HU: Stimmt es, dass bei mehreren Farbtönen, sogen. Patina, keine HU erteilt wird?

      Problem:
      164er steht wg. "kleinerer" Problemchen in Werkstatt.
      (Scheibenwischer und OD)

      Da er schon in einer, hoffentlich diesmal FACHWerkstatt ist, hatte ich synchron eine neue HU gefordert.

      Auf Nachfrage, weigerte sich die Werkstatt die HU auszuführen, mit dem Hinweis, ich würde alleine schon aufgrund der Patina Ärger bekommen!

      Zugegeben:
      Ich hatte kleinere Roststellen, Schiebedach und Kofferhaube, aufgrund dringender Roststellen "behandelt" und mit original getreuer Rarbe lackiert!

      Riesen Problem alleine schon, nach letzten Werkstatt Besuch:
      Auf der Rechnung war HU >12/21 angegeben, was sich im Nachinnein, wie einige andere Arbeiten, als Fake entpuppte.
      Leider ging dieser COVID-19 Wahn ja schon vor einem Jahr los...

      Mit der HU breche ich hier sicherlich eine Lanze, da ich bestimmt nicht der Einzige bin, der hier den Eindruck hat, es handele sich hierbei mittlerweile um eine "Kulanzsache"!

      Um es in einem Satz abzukürzen:
      Solange keine Fehler offensichtlich sind, wird halt gesucht...

      Wer bitte weiß mehr... confused
    • Moin,

      also die HU an sich kann auch mit einem bunt-gescheckten 164er in Kriegsbemalung
      gemacht werden.

      Wenn der Wagen allerdings ein H-Kennzeichen trägt, muss der Zustand bei der HU den Anforderungen
      des H-Kennzeichens genügen. Da steht so in etwa eine Zustandsnote von mindestens 3 im Raum.

      Mal so von ClassicData zitiert zur Zuzstandsnote 3:
      "Gebrauchter Zustand. Fahrzeuge ohne größere technische und optische Mängel, voll fahrbereit und verkehrssicher. Keine Durchrostungen. Keine sofortigen Arbeiten notwendig.
      Ein Fahrzeug, auf das man zugeht und bei näherer Betrachtung unschwer Gebrauchsspuren und diverse kleinere Mängel erkennt. Die Gebrauchsspuren und Mängel sollten sich in der nachvollziehbaren Gesamtlaufleistung bzw. Laufleistung nach einer Restauration widerspiegeln. Entsprechend hierzu ist auch der Verschleißgrad der Technik."


      Und da beginnt dann der Ermessens-Spielraum...

      Ich denke allerdings, Du solltest den Wagen aus dieser sog. "Werkstatt" holen und den TÜV separat machen.
      Glaube kaum, dass solche Ausbesserungen - noch dazu in Wagenfarbe - eine Rolle spielen.

      Viele Grüße
      Ralf
      Geldmangel ist die Wurzel allen Übels.
    • Moin Dortmunder,
      falls Dein Auto schon H hat und jetzt die Flecktarnlackierung drauf ist könnte der Prüfer das H aberkennen bzw. die Mängelbeseitigung fordern.
      Ist aber auch im Ermessen des Prüfers...
      Man könnte es ja auch rollende optische Instandsetzung nennen.
      Vieleicht weigert sich die Werkstatt deshalb. Sollten Sie dir aber sagen. Hat er noch kein H, dann ist es wie Ralf sagt.
      Gruß Thomas
    • Tja leider hat er schon ein "H"

      Fraglich bleibt für mich, ob ich nun wirklich gezwungen bin, zur Dekra zu fahren?

      Spottet, aber ich habe eine einfache, zumindest für Oldtimer gültige Ansicht:
      Erst die HU dann die Optik!

      Soll nicht bedeuten, dass ich ungewaschen und/oder ungepflegt zur HU fahre.
      Aber eben keine Lackierung oder unnötige Reparaur, halt Investition, wenn die HU zur Kulanzsache mutiert ist!

      Wie früher bereits angemerkt:
      Dieses H-Dingsda wurde offensichtlich eingeführt, um alte Autos, Oldies aus dem Verkehr zu holen, aber eben nicht um Bonzen das Hobby und/oder Kapital Anlage, zu versauen...-;)

      Was mich weiter wurmt:
      Wie eigenmächtig bitte darf eine Werkstatt die Reparaturen erweitern?

      Bsp:
      Ungefragt ÖL auftanken?

      Ungefragt Ventil Spiel einstellen?

      ect.
    • Hallo,
      auf jeden Fall fahr selbst, mir ist auch mal bei meinem Oldie ein Prüfer blöd gekommen wegen der Optik und der hat wirklich nur ausgeblichenen Lack. Das war bei der GTÜ. Bei der Dekra haben sie sich inzwischen dreimal über dasselbe Auto gefreut.
      Wenn du dabei bist, kannst du ja auch wieder fahren, wenn ein Prüfer rumtobt, von wegen Aberkennen H-Kennzeichen.
      Da würde ich dann auch auf die Gebühren pfeifen.
      Also fahr den Wagen zu einer Prüforganisation und lass dich überraschen.
      Auf jeden Fall würde ich nie bei einer Werkstatt die HU machen lassen, für die ist das doch ein Freibrief für Reparaturen.

      Öl nachfüllen ohne Auftrag? Grenzwertig. Wenn es unter Minimum war, ist es ja sinnvoll, auch wenn ich eigentlich erwarte, dass mich die Werkstatt darauf aufmerksam macht, bevor sie was macht.
      Ventil einstellen ist doch was zeitintensives. Ohne Auftrag auf keinen Fall.
      Grüße
      Thomas
    • thomas_ wrote:

      ...Auf jeden Fall würde ich nie bei einer Werkstatt die HU machen lassen, für die ist das doch ein Freibrief für Reparaturen. ...
      Das kann ich so pauschal nicht unterschreiben. Es steht und fällt immer mit dem Prüfer und gegebenenfalls mit der Werkstatt. Selbst beim Prüfen dabei sein ist i.A. (gerade bei den alten Kisten) gut, was in der Werkstatt aber meist nicht möglich ist. Die Prüfer in den Prüfstationen sind nach meiner Erfahrung aber nicht unbedingt kompetenter, kooperativer oder wie auch immer man das nennen mag. Unsere (meist über 20 Jahre alten) Fahrzeuge bekommen ihre HU seit Jahrzehnten meistens in kleinen, freien Werkstätten, da dort meist der gleiche (oder nur wenige unterschiedliche) Prüfer kommen und deren „Eigenarten“ bekannt sind. Oder ein Werkstattmitarbeiter nimmt das Auto mal mit zum HU-Prüfer in seiner Marken-Werkstatt (auch wenn es die falsche Marke ist ;) ). Wer öfters mal eine HU benötigt kann auch gut beraten sein, wenn er regelmäßig bei ein und derselben Prüfstation vorfährt – und dort ein positives Verhältnis zu dem/den Prüfer(n) pflegt. Es kommt immer auf mehrere Faktoren an, was für einen selbst am „effektivsten“ ist. Beziehungen können dabei nicht schaden, und wenn es nur zu jemand ist, der öfter mit unterschiedlichen Prüfern zu tun hat und einen empfehlen kann. Sonst bleibt nur probieren – wie Thomas schon geschrieben hat.

      Viele Grüße, Jörg
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      Zum Thema HU/ H-Gutachten:

      Ich bin letzte Woche mit meinem 960 zur GTÜ gefahren. Ich muss dazu sagen, dass ich die Chromleiste auf den vorderen Stoßstange noch nicht montiert hatte, weil die aus Kunststoff sind und es mir dafür zu kalt war. Ich hatte Befürchtungen, sie zu zerbrechen bei kältebedingter Sprödigkeit.
      Soweit so gut, die fehlende Chromleiste hat der Prüfer sofort bemerkt und gemeint, dass ohne diese Chromleiste ein H- Gutachten nicht zu erreichen sei! ?( ?(
      Es half auch nichts, ihm die vorhandene Chromleiste im Kofferraum zu zeigen!!! X/ X/ X/

      Ganz großes Kino!!
      Schönen Gruß von der Ostsee
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      Was das erweitern von Aufträgen angeht: es kommt darauf an, was du beauftragt hast.
      Beispiel: du beauftragst "Bremsen vorne", und man stellt eigenmächtig das Ventilspiel ein, dann freu dich, denn dann hast du eingestelltes Ventilspiel für 0€. Wäre allerdings auch mein letzter Besuch in der Werkstatt.
      du beauftragst einen Service/eine Inspektion, im Intervall ist Kontrolle/Einstellen des Ventilspiels fällig: dann ist der Auftrag für das Einstellen des Ventilspiels erteilt.
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      Die Erfahrungen mit der GTÜ kann ich nicht teilen.

      Es kommt immer auf den einzelnen Prüfer an. Eine Prüforganisation pauschal zu bewerten finde ich problematisch.

      Ich bin die letzten Male immer zur GTÜ gefahren. Drei HU Prüfungen 1x945 mängelfrei, 1x745 mängelfrei, 1x744 mit geringen Mängeln, aber viel Zeit genommen, alles ordentlich durchzugehen und viele Hinweise gegeben, ohne die als Mangel aufzuschreiben. Das fand ich sehr fair. War nicht mein Auto, ich habe nur geholfen, den durchzureparieren.

      TÜV Süd auch durchweg positive Erfahrungen, sehr sachliche Gespräche, auch mal eine HU verrissen, aber aus sehr sachlichen Gründen, die der Prüfer mit mir ordentlich besprochen hat.

      Bei der DEKRA bin ich an einen schlimmen Korinthenkacker geraten, da hätte ich die Schnauze voll und bin da nie wieder hin. Deswegen würde ich die DEKRA trotzdem nicht pauschal verurteilen.

      Lutz
      Plastic Cars for Plastic People.
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      Es hängt doch ganz alleine vom Prüfer ab.
      Probleme wegen dem Zustand hatte ich noch nie. Als ich mal zeitgenössische Umbauten Eintragen lassen wollte musste ich dagegen schon sehr lange suchen, bis sich ein Prüfer bereit erklärt hat es durchzuführen.

      Wie bei Werkstätten ist es auch beim TÜV. Such dir einen Prüfer / eine Prüfstelle die positiv gegenüber Oldtimern eingestellt ist und bleib dort!

      Wenn du ggfs. mal über Eintragungen nachdenken solltest evtl. direkt eine Prüfstelle die das auch machen darf.

      Und ansonsten zwingt dich doch keiner das Fahrzeug auf H-Kennzeichen anzumelden.
      Auch nach erfolgreichem H-Gutachten kann man das Fahrzeug ja weiterhin ganz normal -ohne die H-Kenzeichen bezogenen Einschränkungen- zulassen.

      Und als ganz großer Tip, fahr nicht zur Hauptzeit (also Samstags, zum Feierabend oder am Monatswechsel) zum TÜV. Dann steht die Halle voller Kunden und irgendwer wird sich schon beschweren, wenn sein 5 Jahre alte Kiste keinen TÜV bekommt, du mit deiner 40 Jahre alten Schüssel aber schon, obwohl deine Radläufe gerade halt noch nicht in Wagenfarbe lackiert sind.
      Auf diese Diskussionen haben die Prüfer nämlich einfach keine Lust.
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      Oldskool_13 wrote:

      Und ansonsten zwingt dich doch keiner das Fahrzeug auf H-Kennzeichen anzumelden.
      Auch nach erfolgreichem H-Gutachten kann man das Fahrzeug ja weiterhin ganz normal -ohne die H-Kenzeichen bezogenen Einschränkungen- zulassen.
      Hallo Oldskool,

      Klar - gezwungen wird niemand zu einer Zulassung auf H - Kennzeichen.

      Aber: Einen Volvo 164 mit B30 A oder E und 3 l Hubraum lässt man wegen der KFZ-Steuer schon lieber mit H - Kennzeichen zu, da es für diese Fahrzeuge weder Euro 1 noch günstigere Abgasstufen gibt.

      Oder einfach ausgedrückt: Wer schlägt schon gern eine KFZ-Jahressteuer von 190 Euro in den Wind und zahlt stattdessen ca. 648 Euro pro Jahr?

      Insofern ist ein H-Kennzeichen für bestimmte Fahrzeuge auf jeden Fall erstrebenswert.

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f
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      @frankysun aber genau so ist es doch. Das muss doch jeder persönlich Abwägen.

      Ich weiß nicht, wie "patiniert" das Auto ist um das es hier geht. Ich hab schon Autos angeschaut, laut verkäufer mit "Patina", die waren vollkommen durch.

      Und wenn die Patina so übel ist, dass man ernsthaft Probleme bei einem guten Prüfer bekommt, dann meldet man
      halt mal um für zwei Jahre bis die Mängel behoben sind.
      Wenn du ohne H auf dem Nummernschild zum TÜV rollst wird er dir auch nicht das Gutachten aberkennen. Dieses ist soweit ich weiß unbefristet gültig.

      Ich bin davon abgesehen absolut kein Freund der strengen H-Kennzeichen regeln. Aber da muss man sich halt durchwursteln.
      Entweder man sucht sich einen vernünftigen Prüfer oder hält sich an alle regeln oder nutzt die "Vorzüge" des H-Kennzeichens halt nicht. Und ja, bei manchen Fahrzeugen lohnt sich das H mehr als bei anderen.

      Ausserdem gibt es ja auch noch Saisonkennzeichen. Dann sind es in dem Rechenbeispiel Oben nur noch 134€ mehrkosten.
    • New

      Ist schon o.k.!
      Ich wollte ja auch nur sagen, dass mein 960 z.B. ziemlich makellos ist, was Rost und den allgemeinen Zustand betrifft. Wenn dann diese eine Leiste fehlt und die auch noch im Kofferraum liegt, dann ist es schon ein wenig arg pingelig!
      Aber ist ja Wurscht, jetzt hat er sein H - Gutachten und der winzige Aufreger ist lange verflogen!!
      Schönen Gruß von der Ostsee
    • New

      karl toffel wrote:

      Die Erfahrungen mit der GTÜ kann ich nicht teilen.

      Es kommt immer auf den einzelnen Prüfer an. Eine Prüforganisation pauschal zu bewerten finde ich problematisch.

      Ich bin die letzten Male immer zur GTÜ gefahren. Drei HU Prüfungen 1x945 mängelfrei, 1x745 mängelfrei, 1x744 mit geringen Mängeln, aber viel Zeit genommen, alles ordentlich durchzugehen und viele Hinweise gegeben, ohne die als Mangel aufzuschreiben. Das fand ich sehr fair. War nicht mein Auto, ich habe nur geholfen, den durchzureparieren.

      TÜV Süd auch durchweg positive Erfahrungen, sehr sachliche Gespräche, auch mal eine HU verrissen, aber aus sehr sachlichen Gründen, die der Prüfer mit mir ordentlich besprochen hat.

      Bei der DEKRA bin ich an einen schlimmen Korinthenkacker geraten, da hätte ich die Schnauze voll und bin da nie wieder hin. Deswegen würde ich die DEKRA trotzdem nicht pauschal verurteilen.

      Lutz
      Das mag sein das jeder so seine Erfahrungen mit den einzelnen Prüforganisationen macht.
      Meine mit der GTÜ war extrem negativ.
      Das ging damals sogar vor Gericht und ich bin froh den Prozess gewonnen zu haben.
      Ich hab die besten Erfahrungen mit der Dekra und dem TÜV Süd gemacht.
      Wobei ich beim Lkw die Dekra und beim Pkw den TÜV Süd bevorzuge.
      Hab eine freie Werkstatt bei der ich mir aussuchen kann wer das Auto prüft.
      Hab ja selbst keine Zeit das zu erledigen.
      Volvo Driven by Choice....Not by Budget
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      Moin. Das Problem mit dem H ist nicht ganz einfach... es gibt da den wenig aussagekräftigen §23 StVZO und die dort genannte Rili. Es gibt aber auch eine für alle Überwachungsorganisationen verbindliche Arbeitsanweisung zur Bewertung des historischen Zustandes und die ist ziemlich streng. Für den einzelnen Prüfer bleibt da, wenn er seine Arbeit richtig macht, wenig Entscheidungsfreiheit. Patina ist da so ein Stichwort... ein abgewetzter Ledersitz ist Patina aber nicht der (wenn auch vor 20 Jahren) schlecht beilackierte Kotflügel. Stellenweise etwas schade, da das Fahrzeugleben damit unberücksichtigt bleibt aber, wie ich finde, im Großen und Ganzen durchaus gerechtfertigt, da sich sonst einfach zu viele Leute auf dem Begriff Patina ausruhen.
      Ein historisches Kennzeichen soll das Auto führen dem anzusehen ist, dass der Besitzer mit historischem und nicht steuerlichem Interesse dahinter steht. Prinzipiell gilt lt. Arbeitsanweisung, je älter und seltener, desto toleranter darf man sein.
      Was die Beurteilung der Organisationen angeht kann ich nur zur Vorsicht raten. Alle haben ihre Schwarzen Schafe aber fast alle haben auch eine interne Qualitätskontrolle und dort landen gerne auch mal solche H Gutachten.
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      Moin,
      mein 964 hat seit gestern, mit einigen Hürden, seine HU und auch sein H-Gutachten erhalten.
      Alles wurde im zunächst verwehrt, weil er die Abgaswerte nicht erreicht hat, die ihm vorgeschrieben sind.
      Deshalb bin ich dann mal auf die BAB gefahren und habe ca. 200km abgespult, in der Hoffnung, die nur knapp überschrittenen Grenzwerte noch ein wenig drücken zu können. Hat nur ein wenig, aber nicht ausreichend, geklappt.
      Also neuer Kat! So'n Teil kostet doch schon ein wenig......
      Ich habe mich dann entschlossen, einen "günstigeren" aus eb... zu bestellen. Und siehe da, klappt!
      Nun hat er zwei Jahre Ruhe und sein H-Kennzeichen. Bin mal gespannt, wie lange dieser "günstige" Kat seinen Dienst versieht.
      Schönen Gruß von der Ostsee