Volvo 240 überhitzung

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    • Volvo 240 überhitzung

      Moin Moin und schöne grüße aus dem Norden.

      ich erzähle euch mal meine kleine Leidensgeschichte. Vor Monaten habe ich meine Motorkabelbaum erneuert. Der alte war völlig hinüber und teilweise blank. Da meine Temperaturanzeige nur sporadisch funktionierte, habe ich den Fühler dafür gleich mit getauscht und den alten irgendwo versteckt, wo ich ihn bis heute nicht mehr finden kann X/
      Denn seit dem habe ich ein Überhitzungsproblem. Die Anzeige im Tacho steigt bis hoch zum roten Bereich und das relativ schnell. Dachte erst daran, dass der Temperaturfühler einfach nur der Falsche ist aber tatsächlich hat das Überdruckventil im Ausgleichsbehälter immer wieder ausgelöst.
      Also bin ich ab an die Fehlersuche.
      Habe mit einem Kühler Reiniger mal das system gespült aber so wirklich was dabei raus gekommen ist nicht.
      Habe auf verdacht den Kühler getauscht. keine Verbesserung.
      Wasserpumpe fördert gut Wasser. Habe ich geprüft, indem ich den Ablasshahn leicht geöffnet habe, Motor gestartet und gesehen habe, dass das Wasser dann mit wesentlich mehr Druck aus dem Hahn floss. Die Wasserpumpe ist auch nur knapp 1,5 Jahre alt.

      Thermostat habe ich auch schon ausgebaut gehabt und bin ohne gefahren aber auch dann überhitzt der Motor.
      Ich habe mittlerweile auf ein E-Lüfter umgerüstet den ich manuell betätigen kann. Damit geht es aber das ist natürlich keine Dauerlösung.


      Heute hatte ich nochmal Kompression gemessen und auf allen Zylindern 11.5-12.5 bar gehabt.
      Zündkerzen sahen heute auch gut aus. Hatte erst in verdacht, dass er zu fett und somit zu heiß verbrennt.
      Innenraum Heizung funktioniert auch sehr gut. Da ist wohl auch nichts dicht.


      Ich denke aber immer noch das irgendwo im Motorblock ein Kanal sich zugesetzt hat. Hat jemand dazu eine andere Meinung oder vielleicht sogar ein verdacht?


      Motor ist ein B23E von 1982, Import aus den USA
    • Todeskiddy wrote:

      Zündkerzen sahen heute auch gut aus. Hatte erst in verdacht, dass er zu fett und somit zu heiß verbrennt.
      Wenn die Zündkerzen gut aussehen verbrennt er nicht zu heiß - zu fett bedeutet eher das er kälter wird, mager und Frühzündung lässt den Kolben sehr warm werden.

      Todeskiddy wrote:

      Thermostat habe ich auch schon ausgebaut gehabt und bin ohne gefahren aber auch dann überhitzt der Motor.
      Ich habe mittlerweile auf ein E-Lüfter umgerüstet den ich manuell betätigen kann. Damit geht es aber das ist natürlich keine Dauerlösung.
      Wenn der Block gespült ist und der Kühler neu, muss er ohne Thermostat und mit laufendem E Lüfter kalt bleiben. Das spricht für keinen verstopften Kanal im Block.

      Um ganz sicher zu sein empfehle ich die Kopfdichtung bald zu machen (irgendwann kommt sie von allein) und die Kanäle zu prüfen bzw. über die Zusatzlöcher nach zu denken - die 140 PS bringen schon mehr Wärme als ein B230F oder FB.

      Mach das mit der Temperaturmessung am Zylinderkopf oder bau den Fühler aus und ins Wasserbad - K Jetronik Sensoren haben nicht die gleichen Werte wie die der LH. Ob das für den Sensor am Instrument auch gilt habe ich noch nicht getestet.

      Gruß
      Jörn
    • Ist dein Kühlwasser sauber?

      Wegen der Automatik. Wenn der Wärmetauscher am Kühler sich intern aufgelöst hat, hast du Getriebeöldruck mit im Wasserkreislauf, und der ist höher als der Wasserdruck und lässt dann auch den Überdruck am Behälter raus. Zieh mal den Peilstab vom Getriebe und guck mal was da dran hängt....

      Sollte das so sein, musst du ausser einem neuen Kühler auch noch das Getriebe spülen, und das dann so schnell wie möglich.
      Bin nicht monogam, zähle (derzeit) auch BMW, Saab und VW zum Fuhrpark. Ich fahre, was mir grad gefällt oder bei annehmbarer Halbarkeit ausnehmend billig ist..
    • Der alte Geber (VDO?) zeigt geringere (korrekte) Werte an. Die neueren Temperaturgeber (Skandix, FAG) zeigen bei mir auch tendenziell wesentlich zu hohe Temperatur an.

      Wenn man den neuen Geber (FAG) mit einem 92°C Thermostat kombiniert sieht es aus wie ein überhitzter Motor.
      Wenns Stört kann man sich ca 9 Ohm Widerstand in die Leitung klemmen dann steht die Anzeige zumindest in der Mitte ;)
    • Die K-Jet-Motoren und die alten Vergaser haben meist eine andere Kennlinie, da muss man schon die richigen verbauen bzw. bestellen, sofern die überhaupt erhältlich sind. Das ist mittlerweile für die Teilehändler oft schwierig, weil Teile falsch gelistet/ersetzt sind. Tecdoc ist auch nur eine fehlerbehaftete Datenbank...

      Was mich aber viel mehr interessieren würde: Der hat trotz ausgebautem Thermostat schnell Überdruck. Woher, wenn er nicht zu heiss ist? Kann nur die von Jörn angenommene Kopfdichtung sein, was aber bei der Kompression unwahrscheinlch wäre, oder z.B der von mir erwähnte Getriebeölkühler im Wasserkühler. Oder..
      Bin nicht monogam, zähle (derzeit) auch BMW, Saab und VW zum Fuhrpark. Ich fahre, was mir grad gefällt oder bei annehmbarer Halbarkeit ausnehmend billig ist..
    • weichei65 wrote:

      was aber bei der Kompression unwahrscheinlch wäre
      das hat mir mein B230f anders gezeigt:
      Leichte Undichtigkeit der Kopfdichtung - Kompression um 11 Bar und dennoch drückt er "warm" Wasser raus.
      Ob es die Automatikkühlschlange ist zeigt sich ja schnell am Öl (-Stab) und Wasser (wenn das Kühlsystem kein Druck aufbaut kommt Öl ins Kühlwasser).

      Wenn du nicht weiter kommts, kannst du gern rüber kommen dann messen wir zusammen.
      Andere Fühler hätte ich auch noch liegen.


      Nur so zum Wechsel der Kopfdichtung: Die Elring Kopfschrauben habe ich warm nachziehen wollen (alte Vorgabe) und dabei haben die sich plastisch verformt, die verwende ich nicht mehr, sondern die Robin Empfehlung.
      Gruß
      Jörn

      Höhere Temperatur-Werte und weniger Tanklevel (ist egal) zeigt mein getauschtes Kombiinstrument im 85er Turbo jetzt auch - dafür geht der Tacho wieder bis 220 :-).
    • 245T Jörn wrote:

      Ob es die Automatikkühlschlange ist zeigt sich ja schnell am Öl (-Stab) und Wasser (wenn das Kühlsystem kein Druck aufbaut kommt Öl ins Kühlwasser).
      Die Aussage mit keinem Druckaufbau kannst du nicht pauschal machen machen, weil es nicht zu pauschalisieren ist:

      -Das trifft zu, wenn die Kopfdichtung vom Wasserkanal nach aussen oder Richtung Ölrücklaufkanal undicht ist.
      -Das trifft nicht zu: Wenn sie aber von einem Öldruckkanal oder aus Richtung Brennraum in den Wasserkreislauf undicht ist, dann kann oder muss der Wasserdruck deutlich höher sein.
      Selbiges trifft für die Automatikkühlung zu, da ist der Druck drehzahlabhängig und kann je nach Drehzahl den normalen Wasserdruck deutlich übersteigen.
      Bin nicht monogam, zähle (derzeit) auch BMW, Saab und VW zum Fuhrpark. Ich fahre, was mir grad gefällt oder bei annehmbarer Halbarkeit ausnehmend billig ist..
    • Alles richtig - Pauschal hab ich das nicht geschrieben und gemeint ist:
      Wenn das Kühlsystem nicht dicht ist und sich durch die Ausdehnung kein Druck im Wassersystem aufbaut weil z.B. der Deckel vom Behälter nicht ganz ist, dann kann es durch der Druck vom Ölkreis der Automatik im Kühler schnell zu eine Vermischung von Wasser mit Öl kommen. Und das Öl ist dann im Ausgleichsbehälter sichtbar, bzw. der Pegel steigt.
      Sonst lässt der Gegendruck vom Wasserkreis nur wenig Öl entweichen oder eben das Wasser drückt bei warmen Motor im Leerlauf ins Getriebeöl und kann am Peilstab festgestellt werden.

      Es wird wie Jan schreibt der Fühler sein - der nicht die passende Werte liefert sonst wäre der Motor schon vorher abgekocht oder das Getriebe innen gewässert.

      Gruß
      Jörn
      Beim heißen Motor kann ich den Schlauch zum Kühler nicht mehr anfassen, auch wird der spürbare Druck im Schlauch höher.
    • Und was ist mit dem Herausdrücken aus dem Ausgleichsbehälter?

      Dafür kann der Fühler unmöglich verantwortlich sein. ebensowenig für den Druckanstieg direkt nach dem Motorstart.

      ....hat er so geschrieben.
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    • Moin,

      also irgendwie würde ich mal versuchen, der Sache etwas systematischer auf den Grund zu gehen...

      Motor warm fahren, und dann mal die Temperatur(en) messen. Praktisch dafür ist ein Infrarot-Thermometer,
      aber jedes andere geht auch, wenn der Temperatur-Bereich reicht.
      Dann die Temperatur am Kühler-Zulauf am Schlauch messen. Wenn der Motor warm ist, sollte der
      Thermostat ja geöffnet haben, und somit eine Temperatur von etwas über 80°C zu messen sein.

      Dann am Kühler-Ablauf messen. Wenn da die Temperatur immer noch ähnlich hoch liegt, dürfte der
      Kühler dicht sein. Wenn die Zulauf-Temperatur deutlich unter den 80°C bleibt, ist entweder der
      Thermostat noch zu, oder die Wasserpumpe ist hinüber.
      Den Thermostat würde ich in dem Fall erst mal ersetzen, den gibt's für kleines Geld.

      Stimmt die Zu- und Rücklauf-Temperatur kann eigentlich nur noch der Durchsatz ein Problem sein,
      also Wasserpumpe, oder der Thermostat öffnet nicht vollständig.

      Und dann sollte man noch dem Überdruck im Kühlsystem nachgehen. Wenn der Motor nach ein
      paar Minuten normale(!) Betriebstemperatur erreicht hat, sollte im Kühlsystem kein Überdruck bestehen.
      Das kann man an den Schläuchen prüfen. Wenn der Verdacht besteht, dass bereits jetzt Druck
      im Kühlsystem ist, geht der Verdacht in Richtung Kopfdichtung (oder Schlimmeres).

      Viel Erfolg
      Ralf
      Geldmangel ist die Wurzel allen Übels.
    • Danke erstmal für die vielen Antworten.


      weichei65 wrote:

      Die K-Jet-Motoren und die alten Vergaser haben meist eine andere Kennlinie, da muss man schon die richigen verbauen bzw. bestellen, sofern die überhaupt erhältlich sind. Das ist mittlerweile für die Teilehändler oft schwierig, weil Teile falsch gelistet/ersetzt sind. Tecdoc ist auch nur eine fehlerbehaftete Datenbank..

      Das wird wohl der Fehler mit der Anzeige am Tacho sein. Habe ein von Hella gefunden der hoffentlich passt.


      Der Kühler ist neu und sollte eigentlich kein leck haben. Wäre natürlich ein blöder Zufall.
      Automatikgetriebeöl sieht ganz "normal" aus. Ist aber demnächst bei mir dran mit tauschen.
      Also ich habe jetzt kein Schlamm oder Wasser am Peilstab gesehen. Schalten tut es auch noch butterweich.


      Bei manuell eingeschaltetem E-Lüfter (Zweite Stufe) bleibt der Motor deutlich kalt.
      Aktuell ist ein Thermostat eingebaut, der bei 82°C öffnen soll.

      Die Temperaturen werde ich hoffentlich am Wochenende mal messen können.
      Neue Wasserpumpe und Kopfdichtung + etc. ist bestellt und wird wohl Ende des Monats einfach mal gemacht :D

      Den ersten Thermostat habe ich damals raus genommen weil der beim test mit kochendem Wasser nicht geöffnet hat.
      Danach bin ich ne Zeit ohne gefahren. Damals dachte ich, dass der Durchfluss zu hoch ist und der Kühler das Wasser gar nicht so schnell runter gekühlt bekommt. So sah es zumindest aus.


      Also aktuell für mich:

      -Mal Temperaturen überall messen.
      -Euch meine Erfahrungen mitteilen
      -Ende des Monats diverse Teile tauschen :D
    • Todeskiddy wrote:

      seit dem habe ich ein Überhitzungsproblem. Die Anzeige im Tacho steigt bis hoch zum roten Bereich und das relativ schnell. Dachte erst daran, dass der Temperaturfühler einfach nur der Falsche ist aber tatsächlich hat das Überdruckventil im Ausgleichsbehälter immer wieder ausgelöst.
      Hallo,

      ... hier mal eine Betrachtung des Problems unter Einbezug der Wirksamkeit thermodynamischer Gegebenheiten im Kühlsystems:

      1.) Wasser - mithin auch Kühlflüssigkeit - dehnt sich bei zunehmender Erwärmung aus. Ergo verändert sich dadurch das Niveau des Flüssigkeitsstandes im Kühlsystem - sichtbar z.B. am Dehngefäß für die Kühlflüssigkeit.

      2.) Wasser siedet bei 100°C - Folge im geschlossenen System: Druckaufbau am Einfüllverschluß / Überdruckventil (oder am ggf geplatzten Wasserschlauch oder Kühler) sowie entweichende Flüssigkeit zusammen mit Wasserdampf - salopp: der Motor "kocht".

      3.) Wenn die Temperatur der Kühlflüassgkeit effektiv etwa ca 86° +/- (je nach Thermostat) beträgt, kann die Flüssigkeit (noch) nicht sieden.

      4.) Das alles hat mit der Temperaturanzeige im Instrument aufgrund der Funktion/Dysfunktion des Senosors nichts zu tun, sondern vollzieht sich aufgrund eben der o.g. elementaren physikalischen Gegebenheiten.

      5.) Mithin ist es möglich, dass die Temperatur der Kühlflüssigkeit durch den Thermostaten innerhalb des Sollwertes korrekt geregelt wird - aufgrund eines fehlerhaften oder falschen bzw. nicht passenden Sensors aber die angezeigte Temperatur im Instrument nicht passt.

      Bleibt das faktische "Auslösen" des Überdruckventils. Tritt nur Flüssigkeit aus? Oder Flüssigkeit + Wasserdampf? Dazu gibt der Fragesteller keine Auskunft. Wäre aber wichtig zu wissen, denn:

      Annahme: Nach den motor-/kühlerseitigen Reparaturarbeiten etc. wurde Kühlflüssigkeit aufgefüllt - z.B. bis zur MAX-Kennzeichnung am Dehngefäß. Dann wird der Motor über eine Strecke warmgefahren. Die Temperaturanzeige steigt an und bleibt im roten Bereich - der Fahrer schaut in den Motorraum - und sieht, daß Wasser aus dem Dehngefäß ausgetreten ist.

      Das könnte für den (nervösen) Betrachter, der vielleicht nicht täglich mit derlei Problemen zu tun hat, den Schluss nahelegen, der Motor sei "überhitzt".

      ... Dabei wäre lediglich die aufgrund der Ausdehnung (s.o.) überschüssige Kühlflüssigkeit ausgetreten ...

      Eine weitere Annahme: Nach Abkühlung des Motors sinkt natürlich der Flüssigkeitsstand ab - ggf. auch unter die "MIN"-Markierung am Dehngefäß. Mögliche / denkbare / logische Folge seitens des (besorgten) Fahrzeugbesitzers: Der Flüssigkeitsstand wird wieder aufgefüllt - evt. bis zu MAX-Markierung.

      Anschließend: Probefahrt - und die gleiche Situation wie bei der ersten Probefahrt ... u.s.w. u.s.w.

      Und weiter: Das alles geschieht natürlich auch bei ausgebautem Thermostaten - die Flüssigkeit dehnt sich bei Erwärmung aus, ob ein Thermostat im System ist, oder ob ein (falscher) Sensor drin ist, oder nicht. Ausschlaggebend ist ausschließlich die Menge, resp. Ausdehnung, der eingefüllten Flüssigkeit.

      6.) Wie passt zum o.g. die Beobachtung bei eingebautem / manuell zugeschaltetem E-Lüfter:

      Der E-Lüfter hat eine höhere und konstante Leistung, bringt mithin die Flüssigkeitstemperatur, v.A. bei ausgbautem Thermostaten, weiter herunter, als die serienmäßige Konstellation.
      Im Gegensatz zum Visco-Lüfter, der nur im Rahmen vorgegebener Sollwerte aktiv arbeitet, ansonsten nur mitläuft.

      Fazit:

      Daher, wie schon von Jörn (Beiträge 2;7),RoWi (Beitrag 2), Ralf855GLe(Beitrag 12) angeraten: Zunächst die Temperatur der Kühlflüssigkeit bei warmgefahrener Maschine mittels Thermometer messen.
      Nur das ergibt einen belastbaren Wert, auf dem aufbauend man dann evt. weitere Abhilfe- oder gar Reparaturmaßnahmen erwägen kann - oder eben das Problem - bis auf den falschen Sensor - als erledigt betrachten kann.

      Mit freundlichem Gruß und dem Wunsch für Erfolg bei weiteren Maßnahmen wünscht

      k-c-f

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