Nach Maderattacke auf 3 Zylindern 600km?

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    • Nach Maderattacke auf 3 Zylindern 600km?

      Moin,

      eine Bekannte fuhr mit einem B230F von Muenchen nach Berlin mit nur 3 Zylindern xroll xroll . Den Maderriss am Zuendkabel des 3. Zylinders (war komplett durchgebissen xeek ) habe ich dann in Berlin entdeckt als sie meinte irgendwas stimmt nicht beim Anfahren in unteren Drehzahlen. Auf AB alles paletti.

      Irgendein Kommentar was das mit dem Motor gemacht haben koennte, nur so aus Interesse? Faehrt sich jetzt wieder wie vorher, laufruhig etc.

      LG
      T
    • Der betreffende ist dann eben einige hundert km ohne Ölfilm an der Zylinderwand gelaufen.
      Das Benzin hat den schön brav abgewaschen. Die Hohnspuren bei dem Zylinder dürften fast nicht mehr sichtbar sein, dafür deutliche Fresspuren.

      Motoren anderer Hersteller wären bei solchen Spuren auf dem Papier defekt. Da Volvo aber Toleranzmaße für Fresspuren an den Kolben und Zylinderwänden hat:
      Alles gut, weiterfahren

      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • Ja.
      Zuviel in einen Zylinder der auch zündet schon - der Zylinder wird jedoch nur Wassertemperatur gesehen haben und damit fast kalt und da kann der Kraftstoff nicht vollständig verdampfen der Großteil dürfte wie Fredy schon geschrieben hat ins Öl gekommen sein und dann durch die BAB Tour über die Kurbelgehäuseentlüftung in den anderen Zylindern verbrannt worden - oder ab in den Auspuff und da sagt die Lambdasonde; oh genug Kraftstoff. bzw. wenig Luft, Ventile kürzer antakten…

      Ja sicher der Katalysator braucht nicht mehr freigefahren zu werden - wenn der Monolith nicht schon defekt ist.
      Ein Ölwechsel wäre sicher gut...

      Mit einer Kompressionsmessung könnte ein möglicher Schaden dann ausgeschlossen werden.

      Ich hätte da ein Idee, einfach die anderen Zylinder auf den gleichen Level bringen - Zündkabel ab und ca. 500km damit auf der Bahn fahren:-).
      Gruß
      Jörn
    • donnergott wrote:

      Hi,
      Ich bin ja kein Experte, aber man liest ja dauernd dass (zuviel) unverbrannterKraftstoff den KAT schädigen kann - und 600 km mit einem nicht zündenden Zylinder - da kann ich mir schon vorstellen dass da eine nicht unbeträchtliche Menge an Benzin(dampf) in den Puff gelangt..

      .. da wird die Gretl aber mächtig sauer sein... :evil:
      ja, das ist das was man einem technischen Laien erzählt, der technische Laie fährt dann halt nicht und kann nichts kaputt machen.

      "Zuviel unverbrannter Kraftstoff macht den Kat kaputt."
      Falsch falsch falsch falsch falsch!!!!

      Wenn man den kalten Katalysator mit flüssigem Benzin füllt, dann den Motor startet und fährt, wird der Kat warm. Irgendwann wird er so warm, dass das Benzin darin (sofern nicht schon raus gehst) verbrennt.
      JETZT und erst JETZT geht der mag kauft, denn der Monolith schmilzt!

      Wenn während der Fahrt Benzin unverbrannt in den Auspuff kommt, dann kann das nicht passieren. Der Krümmer ist so heiß, dass das Benzin schon dort verbrennt.

      Der Kat mag ein paar hundert Grad wärmer werden, davon wird er aber endlich Mal richtig sauber.
      Solange es im ist unter 1500°C bleiben passiert nicht viel

      Gruß
      Fredy
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    • Rueckmeldung um mal das Thema abzuschliessen.

      Die Kompression wurde nicht gemessen aber dafuer mal mit einem Oszilographen den Stromdurchfluss an der Batterie, anhand dessen koennen Kompressionsunterschiede auch erkannt werden- mein Schrauberspezi wollte das so und er weiss Bescheid :D

      Vorher Zuendspule vom Netz abgeklemmt (Kabel zum Verteiler blieb) sowie die Einspritzventile abgeklemmt, dann mal georgelt.

      Bei unterschiedlicher Kompression sieht man im Bildschirm Abweichungen der Amperkurve, aufgrund derer dann ein genauerer Kompressiontest gemacht werden kann. Schoen zu sehen das sich die Kurve zwischen 80 und 130Amp bewegt beim orgeln.

      Abweichungen der einzelnen Kurven untereinander waren kaum zu erkennen, ein sehr rythmisches EKG happy

      Der Elch zieht auch sauber durch, Stadt wie Bahn, kalt wie warm, Verbrauch gleich. Kein Unterschied zu erkennen...

      Frisches Motoroel + Filter war aber Pflicht.

      Also entweder kommt da noch die Rechnung oder ich fahre tatsaechlich einen Trekker...
    • boogiecha wrote:

      mit einem Oszilographen den Stromdurchfluss an der Batterie, anhand dessen koennen Kompressionsunterschiede auch erkannt werden
      großartige Idee - Stromzange statt Zündkerzen-Gefummel
      Beim Amplitudenhub zwischen 80 und 130 A lassen sich wohl tatsächlich kleine Unterschiede zwischen den Zylindern aufzeigen.
      Das möchte ich gelegentlich mal in der Extremvariante testen: Eine Kerze ausschrauben und dann beobachten, wie ein Maximum einfach vollständig ausfallen wird ...
      Mit einem Speicher-Oszi geht das auch alleine und ohne langes Orgeln.

      Korrektur: "vollständig ausfallen" war wohl doch ein wenig optimistisch gedacht - schließlich reden wir über 4Takter; somit wird der Effekt auch etwas abgeschwächt und man muss entsprechend genauer hinschauen. Aber das Prinzip stimmt natürlich trotzdem.
      Rudi

      The post was edited 1 time, last by Rudi_245 ().

    • boogiecha wrote:

      Die Kompression wurde nicht gemessen aber dafuer mal mit einem Oszilographen den Stromdurchfluss an der Batterie, anhand dessen koennen Kompressionsunterschiede auch erkannt werden
      mehr aber auch nicht - Unterschiede. Der Stromfluss an der Batterie... dann kann ich auch an der Kurbelwellenschraube die Kraft zum Verdichten messen, einen Drehmomentschlüssel hat fast jeder.

      Glaub dein Schrauber wirklich das ist ein Ersatz für eine einfache Kompressionsmessung, die dauert ca. 10min. mit Zündkerzen heraus drehen.

      Wenn der Motor länger stand gebe ich etwas Öl in den Brennraum vor der Kompressionsmessung - das entfällt dann auch?

      Gruß
      Jörn
    • 245T Jörn wrote:

      Glaub dein Schrauber wirklich das ist ein Ersatz für eine einfache Kompressionsmessung, die dauert ca. 10min. mit Zündkerzen heraus drehen.
      Nein, ist kein Ersatz natuerlich, war auch nicht so gedacht.

      Da der Elch ohne Mucken unterwegs ist, wollten wir auf die schnelle mal schauen ob es ueberhaupt was zu messen gibt und wir uns die Fummelarbeit mit Kerzen ausdrehen etc. antun wollten, bzw. ob es Indikationen gibt fuer weitere Untersuchungen. Zehn Minuten ist nichts bei einzelner Messung.

      Ergebnis nach 7 Min. Arbeit = alles OK und kein weiterer Handlungsbedarf.
    • Bevor du durch so eine simple Strommessung bei nem B230 überhaupt IRGENDWAS merkst ist der Motor quasi fest!

      Finde es immer wieder schön wenn auf Vortreffen in Skandinavien mit allen Mitteln versucht wird nen B230 zu killen.

      Schrottreifen 240 mit B230F und daneben nen schrottreifen Skorpio mit... 2.0i?
      Beide OHNE Motoröl und Wasser, 5l Benzin in den Tank, Motor starten und Stein aufs pedal.

      Ein paar Minuten und der Skorpio spuckt und rotzt, wird langsamer, quietscht und geht aus...

      Der Volvo? Läuft.... Nach 12-15 min hustet er und geht aus.
      Drehversuch per Anlasser. Kein Problem, Motor dreht.
      Ach Mensch, der Tank ist leer... Also nochmal 5l Sprit rein und weiter geht's... Auch die sind irgendwann leer.
      Dieses Mal 10l Sprit rein und Wasser ausm Fluss durch die 710er Öffnung...
      Siehe da, nach rund 15 min macht der Motor Anzeichen das er das SO nicht mag... Weitere 5 min und er geht langsam fest.

      Verschleiß haben die natürlich enorm, laufen aber trotzdem tadellos.
      Gruß
      Fredy
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