Kühlmittel R12

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    • R12 gibt's nicht mal mehr in China.
      Entweder R413A einfüllen und den ND Schalter entsprechend einstellen, oder die Anlage auf R134a "umrüsten".
      BTW glaube ich ehrlich gesagt nicht das die noch nicht auf 134a umgerüstet wurde bzw das nicht sogar schon R413A drin war/ist.

      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • 90er Elch wrote:

      Hej
      Kennt jemand eine Adresse in den NL, wo man das alte Kühlmittel einfüllen lassen kann? Ist in DE ja nicht mehr möglich, soweit ich weiß.
      Lg

      In einer Klimaanlage ist Kältemittel, kein Kühlmittel. Das ist ein Unterschied.

      Und ich glaube nicht, dass dir heute wirklich noch jemand R12 in die Klimaanlage eines PKW füllt. Auch nicht in den Niederlanden. Zumindest nicht ansatzweise offiziell.
      Wenn überhaupt, dann allenfalls höchst illegal in irgendeiner Hinterhofbude. Aber solch eine Adresse, sollte sie überhaupt jemand hier kennen, wird bestimmt keiner öffentlich in einem Forum bekannt geben.

      Lass R134a einfüllen, stell das Öl in der Anlage um (PAO-68) und gut. Es gibt zwar offizielle Ersatzmittel für R12, aber das ist nur Geldmacherei, da sie auch zum größten Teil aus R134a bestehen.
      Alternativ: Propan einfüllen... (Aber dann in der korrekten, verringerten Menge.)

      Iceman
    • Fredy_D5 wrote:

      R12 gibt's nicht mal mehr in China.
      Entweder R413A einfüllen und den ND Schalter entsprechend einstellen, oder die Anlage auf R134a "umrüsten".
      BTW glaube ich ehrlich gesagt nicht das die noch nicht auf 134a umgerüstet wurde bzw das nicht sogar schon R413A drin war/ist.

      Gruß
      Fredy
      Das weiß ich eben nicht. Ich hab ihn so wie es jetzt ist gekauft. Wer kann das herausfinden oder woran erkennt man das? Der Wagen ist von 90.
    • Ein Kältefachmann kann das. Ne kfz schrauberbude die auch Autoklimaservice anbietet eher nicht, es sei denn die wissen ausnahmsweise was sie machen.

      Ein paar Fotos aus dem Motorraum wo der Trockner und die Anschlüsse zu sehen sind würden mir schonmal nen Anhaltspunkt geben.

      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • 90er Elch wrote:

      Hej
      Kennt jemand eine Adresse in den NL, wo man das alte Kühlmittel einfüllen lassen kann? Ist in DE ja nicht mehr möglich, soweit ich weiß.
      Lg
      NL gehört zur EU und unterliegt damit der F-Gasverordnung, Verbot seit 2015

      Dürftest auch in CH wenig Glück haben

      bafu.admin.ch/bafu/de/home/the…rfahren/kaeltemittel.html

      Seit 2017 ist auch das Nachfüllen in CH verboten.

      Es sei denn es verkauft dir jemand illegal Reste. Die Anlage umzurüsten ist die intelligentere Lösung.
    • Nein, die Rede ist von einem Drop in für R12 Anlagen.
      Gemeint ist das ein Ersatzkältemittel zum Einsatz kommt, welches ohne Umrüstung genutzt werden kann. In fast allen Anwendungsfällen handelt es sich um R413A.
      Manche selbsternannte Spezialisten füllen R12A ein, eine Mischung aus 50% Propan und 50% Butan.
      Ein brennbares, hochexplosives, Kältemittel in eine Autoklima füllen die nie dafür ausgelegt war? Sportlich.

      Davon ab: die o.g. Bude kann weder Kältemittel korrekt betreiben, noch scheinen sie wirklich zu wissen was sie tun. Sie werben mit einer Umstiegsmöglichkeit von R134a auf HFO1234yf. Ebenfalls ein brennbares Kältemittel, noch dazu hochgiftig beim einatmen (undichte Verdampfer?).
      So einem Laden vertraue ich mein Auto ganz sicher an.

      Thema R12.
      Es gibt sehr viele Kältemittelgemische auf dem Markt die als sog. Drop in für R12 Anlagen genutzt werden können, manche sind auch schon wieder verboten weil sie Kältemittel enthalten, die nicht mehr erlaubt sind. Haligeniert, zu hoher GWP, oder oder oder.
      Der Nachteil bei Gemischen: sie sind fast immer zeotrop. Das heißt in flüssiger Form ist ihre Zusammensetzung anders als dampfförmig. In einer Kälteanlage liegen aber beide Zustände vor, gasförmig und flüssig!
      Ist die Anlage nun auf der Seite undicht wo nur gasförmiges Kältemittel vorliegt, bspw am Verdampfer, treten unterschiedliche Teile vom Kältemittel aus und es entmischt sich. Das kann dazu führen, dass z.B. das Öl nicht mehr transportiert wird, das der Versampfungsdruck stark absinkt und der Verdampfer einfriert oder oder oder. Schön ist es auf alle Fälle nicht.
      Oh Moment, Autoklimas sind ja pauschal immer leicht undicht?!? Gummileitungen und sowas... Tritt das km da flüssig aus? Nein... Also entmischt es sich pauschal immer in einer Autoklima!

      Also kein Gemisch rein, sondern ein Reinstoff. Was kann man nehmen? Das einzige was von den Druck und Temperaturverhältnissen passt ist R134a. Also rein damit und läuft? Zu 99% ja!
      Ein winziges Problem macht aber das Öl. Das in R12 Autoklimas verwendete Öl ist MEISTENS ein mineralisches Öl welches sich mit R134a nicht sehr gut mischt.
      Der Kompressor leidet also. Abhilfe: nie für längere Zeit mit niedrigen Kompressordrehzahlen fahren und unter 15 Grad Anlage aus, taktet sonst zu oft.
      Weitere Abhilfe: nach dem evakuieren der Anlage das Vakuum mit einem "ölliebenden" Kältemittel brechen, dann R134a auffüllen.
      Kleiner Nachteil: ab 40 Grad Außentemperatur geht die Anlage auf der BAB im Stau in Hochdruck und das war's mit Kühlung.
      Andere Abhilfe? Ein Kältemittel nehmen das keinerlei Öltransportprobleme macht, Propan z.B.
      Aber Achtung: die Anlage nur mit 70% der Sollmenge füllen! Und auch hier ist der Nachteil daß die Temperaturen nicht wirklich passen.
      Da wo der Niederdruckschalter aus geht, ca 1,3 bar, hat R12 um -8°C, Propan hingegen -21°C.
      Wenn man nun keinen Fahrenden Tiefkühlschrank bauen möchte muss man aufpassen. Deswegen weniger Füllmenge! Dadurch nimmt man dem Kältemittel die Möglichkeit seine Leistung zu entfalten, dafür geht aber generell so wenig Kältemittel durch, dass weder der Kompressor anständig gekühlt wird, noch das Öl korrekt transportiert wird.
      Also? Pfusch!
      Was also machen?
      Ja klar, R12A einfüllen. Das ist ne Mischung aus Propan und Butan zu genau 50:50. Kann man auch an der Gastanke bekommen, ist aber nicht sauber genug und setzt den Trockner zu.
      Dieses Gemisch läuft zwar relativ perfekt in einer Autoklima, es ist aber, wie auch Propan pur, hochexplosiv!
      Undichter Verdampfer? Morgens die Tür auf. Licht im Innenraum an.... Bumm! Huch? Wo ist mein Volvo?
      Hinzu kommen brandgefahren durch Haarrisse im Verdampfer und rauchenden Insassen. Undichtigkeiten im Motorraum sind eher unkritisch weil da genug Luft durchströmt.
      Ich persönlich habe meinen Favoriten für die Umstellung OHNE an der Anlage was zu verändern (nur ein neuer Trockner kommt rein) und bin damit Recht zufrieden.


      Thema HFO1234yf:
      Ein Kältemittel das ich persönlich ums verrecken nicht in meinen Autos haben möchte.
      Brennbar (kein Drama), hochgiftig beim einatmen (unschön) und es lässt Blausäure entstehen wenn es verbrennt bzw wenn es über den Auspuffkrümmer strömt (undichte).
      Ich bin zwar nichtraucher, aber ein Raucher hat seine Freude bei ner minimalen Undichtigkeit im Verdampfer.
      Den ersten zug an der Fluppe merkt er, mag komisch schmecken, aber nach dem zweiten zug macht er die Augen zu....

      Vorteil von HFO1234yf: es kann in beide Richtungen 1:1 gegen R134a getauscht werden da die Dampfdrücke komplett identisch sind. Und es hat einen sehr niedrigen GWP. Aber das wars. Sonst nur Nachteile. Angefangen mit den wesentlich kleineren Molekülen wodurch es nach rund einem Jahr komplett aus der Anlage raus ist obwohl diese dicht ist.

      Ein Drama muss man sich wegen R134a nicht machen. Also Neuware gibt's das noch einige Jahre und danach noch für 2-3 Jahre als recyceltes. Letzteres hat eh jeder mehr oder weniger in seiner Autoklima wenn er in ner Werkstatt den Klimaservice machen lässt.


      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt

      The post was edited 2 times, last by Fredy_D5 ().

    • Fredy_D5 wrote:

      Das ist ne Mischung aus Propan und Butan zu genau 50:50. Kann man auch an der Gastanke bekommen, ist aber nicht sauber genug und setzt den Trockner zu.
      Dieses Gemisch läuft zwar relativ perfekt in einer Autoklima, es ist aber, wie auch Propan pur, hochexplosiv!
      Undichter Verdampfer? Morgens die Tür auf. Licht im Innenraum an.... Bumm! Huch? Wo ist mein Volvo?
      Hinzu kommen brandgefahren durch Haarrisse im Verdampfer und rauchenden Insassen.

      Na, die Gefährdungsbeurteilung von Propangas bzw. Propan/ Butan in einer Autoklimaanlage hörte sich aber früher von dir noch deutlich anders an.

      Zitat Fredy_D5:
      "Vorteil: umweltfreundlich, kein Treibhauseffekt, "CO2 Neutral" und günstig.
      Nachteil: beim undichten Verdampfer riechts im Innenraum halt komisch.
      Manche meinen nun noch den Nachteil der Explosionsgefahr zu sehen. Denen sage ich immer das gegenüber den 500-600 Gramm Propan in der Volvoklimaanlage hinten im Autogastank 25-40 KILO rumschwappen...
      "


      Haste inzwischen schon schlechte Erfahrungen mit einer Propangasfüllung in einer Autoklimaanlage gemacht, oder woran liegts plötzlich? ;)

      Iceman
    • Sagen wir mal so. Ich habe mit meinen Azubis vor ner Weile ein paar Experimente gemacht was die Brennbarkeit von verschiedenen Brennbaren Kältemitteln angeht.
      Ich war ein wenig erstaunt was eine Feuerzeugladung Propan doch für eine Wucht haben können.
      R32 ist dagegen regelrecht harmlos. HFO1234yf quasi lachhaft.

      Vorteilhaft ist das im Auto immer ein recht hoher Luftwechsel stattfindet, dadurch hat man eher selten ein explosionsfähiges Gemisch.
      Aber Murphy ist ja unter uns.
      Angenommen der Verdampfer ist undicht, das Kältemittel tritt über Nacht im Innenraum aus...
      600 Gramm Propan/Butan vermischt mit viel Luftsauerstoff, perfektes explosives Gemisch. 40 Gramm Propan zersprengen ein Aquarium in viele viele Teile.

      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • Fredy_D5 wrote:

      600 Gramm Propan/Butan
      Naja, wenn es die ganzen 600 Gramm flüssiges Gas in den Innenraum (ca. 6m³) austreten ist die OEG (10,8%) längst überschritten das zündet dann auch nicht mehr :-), da muss dann erst einer noch mehr Sauerstoff dazu "lüften".
      Ich würde dann den Innenraum mit Zone 2 bewerten - betrieblich ist das ja nicht häufig.
      So weit mal ein Schwenk durch die GFB.
      Gruß
      Jörn