V70II D5, Automatik (GT) ruckt, Wirbelklappe

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    • V70II D5, Automatik (GT) ruckt, Wirbelklappe

      Hej zusammen,

      wie schon in der Begrüßung kurz vorgestellt, fahre ich erst seit einigen Tagen meinen ersten Volvo, dann auch noch meinen ersten Diesel. Im Grunde bin ich sehr zufrieden. Allerdings habe ich mal paar Fragen an Euch:

      Vorab: Fahrzeug ist scheckheftgepflegt, Vorbesitzer hat ordentlich vorher noch in das Auto investiert. Technisch immer gewartet, Volvo NL und wenn was war wurde es sofort behoben.

      1. Fahrverhalten Getriebe (Geartronic 6 Gang) TF80SC

      Bei der Testfahrt ist mir nichts ungewöhnliches aufgefallen. Alle Fahrstufen sanft, hoch und runterschalten keine Probleme. Auch R, D, manuell sanft. Jetzt am WE bin ich mal was länger Landstraße / Autobahn gefahren. Eigentlich alles OK. Mir ist nur aufgefallen, dass 1x ruppig geschaltet worden ist. Die Landstraße ging bergab (60km/h) und dann in einer Kurve wieder bergauf. Genau in dem Moment wo das Getriebe "reagieren" musste, gab es einen deutlichen Ruck. Da bin ich aufmerksam geworden.

      Später aber wieder alles iO. Dann ist es mir noch einmal beim Kickdown aufgefallen (habe es dann mal duchgetestet). Kräftiger Knall. Ich habe dann auch mal den Vorbesitzer gefragt, er meinte es war immer so und auch bei Volvo meinte man alles iO. Die Getriebe seien nicht die besten und sind auf niedrige Touren ausgelegt. Verständlich, ist ja auch ordentlich Drehmoment dahinter. Fährt man auf der Autobahn ca. 120km/h und überholt, schaltet das Getriebe wunderbar ohne Probleme runter und wieder hoch.

      Ich hatte mich vorher auch belesen und man liest ja allg. tatsächlich viel über die AW Getriebe. Bei der Historie von dem Fahrzeug kann ich mir aber nicht vorstellen, dass es ein "versteckter Mangel" oder Verschleiß ist. Komme von einem BMW E39 mit ZF Getriebe, vielleicht muss ich mich noch daran gewöhnen oder die Tronic an mein Fahrverhalten?

      Die gleiche Strecke bin ich noch einmal gefahren. An der gleichen Stelle gab es wieder den Ruck. Aber nur da? Der Vorbesitzer meinte auch er hat sich eine Fahrweise angewöhnt, wo man es nicht provoziert. Es klappt bisher gut wenn man sich darauf etwas einstellt. Was sind eure Erfahrungen, was meint ihr dazu?

      Außerdem: im Bereich 50 - 60 km/h (Stadt) schaltet das Getriebe oft zwischen dem 5 und 6 - oder ist es der 4 - 5 (?) hin und her. Stört jetzt nicht wirklich, nehme auch an es liegt an dem 6. Gang. Ist das normal?

      2. Ölstand / Kontrolle Getriebe

      Sehe ich es richtig, dass der V70II in der Motor/Getriebeversion keine Ölstandskontrolle mehr über einen Preilstab für das Getriebe hat?

      3. Tempomat

      Mit ist außerdem bei eingeschaltetem Tempomat aufgefallen (110 km/h ziemlich genau 2000 Touren), dass die Drehzahl 1x etwas unruhig war. Sie wechselte immer so zwischen 2000 und 2100 Touren hin und her. War dann aber wieder weg. Getriebe immer im 6 Gang. Im Leerlauf läuft er wunderbar ruhig (für ein Diesel eben) und Drehzahl konstant wie angenagelt. Vielleicht muss ich mich einfach noch was an den Wagen gewöhnen.

      Ansonsten ist der junge alte Schwede echt TOP. Und mit Abstand mein jüngstes KFZ bisher. :whistling:
      Viele Grüße

      Tobi

      The post was edited 3 times, last by Mosquito ().

    • OK danke, im Grunde weiß ich es ja auch. Man liest nur viel darüber nach dem Motto "weiterfahren, solange es nicht schlimmer wird". Und wenn, einfacher bei der Fehlerbehebung.

      Ich muss gestehen, danach habe ich Kickdown auch nicht mehr angetastet. Heute noch einmal bei einer längeren Fahrt alles schicki, schaltet wunderbar soft. Behalte es mal im Auge. Ansonsten denke ich mal "klein" anfangen und das übliche Prozedere halt. Ölwechsel, Spülung..., wenn es überhaupt was bringt. Aber das weiß man bekanntlich erst danach.
      Viele Grüße

      Tobi
    • Danke! :) Er ist an sich wirklich TOP. Der Vorbesitzer (war Schwedenfan) und ist damit viel in Skandinavien im letzten Sommer unterwegs gewesen. Nummernschild war B-IL XXX. Hat auch noch einmal in dem Jahr gut 4000 EUR in das Auto gesteckt (kompl. Achsen), Ölwanne & Dichtung usw. alles bei der Volvo Niederlassung.

      Deshalb kann ich mir mom. auch nicht vorstellen, dass da wirklich ein großer Getriebeschaden sein sollte (hoffe ich zumindest noch). Oder zumindest kann man ihn noch "umfahren", im Sinne von behutsam beschleunigen.

      Vielleicht noch kurz: es gab keinen "Knall" in dem Sinne, sondern einen unschönen Ruck beim Kickdown. Danach ging es auch ganz normal weiter. Also Getriebe hat ganz normal geschaltet aber da sehr heftig.

      Wie gesagt, heute noch einmal alles probiert (bis auch Kickdown), auch mal Berg rauf / runter, Getriebe schaltet wunderbar alle Gänge durch, sanft und ohne Probleme, nicht verzögert.
      Viele Grüße

      Tobi

      The post was edited 2 times, last by Mosquito ().

    • Hallo zusammen,

      Auch wenn das Fzg. immer bei Volvo gewartet wurde, so heißt das in Bezug auf das Automatikgetriebe gar nichts!

      In aller Regel schreibt Volvo keinen Getriebeölwechsel vor und wird ihn im Serviceplan nicht durchführen, denn das Öl sei ja eine "Lebensdauerfüllung". Nur leider definiert der Hersteller die Lebensdauer des Fahrzeugs anders als Du!

      Gerade die Aisin-Warner Getriebe sind da etwas schwierig: Kein oder nur kurzer Peilstab (das 6-Gang Geartronic hat keinen) und keine zugänglichen Ölfilter, da man zum Filterwechsel das Getriebe zerlegen muss.

      Bei diesen Getrieben ist es umso wichtiger, dass regelmäßig ein kompletter Ölwechsel (nicht Teilwechsel) oder eine Getriebespülung durchgeführt wird! Wird das unterlassen, beginnt es erst mit einigen komischen Reaktionen des Getriebes: Harte Schaltvorgänge, Pendeln zwischen zwei Gangstufen bei konstanter Fahrt und wird dann später zu ausgewachsenen Problemen wie zum Beispiel rutschender oder vollständig ausgefallener Wandlerüberbrückung, im warmen Zustand fast unfahrbar durch klemmende Magnetventile im Ventilblock usw...

      An diesem Punkt ist es allerdings schon zu spät, um dann noch etwas zu retten, weil dann in aller Regel durch das verbrauchte Öl die Kupplungen in Rauch aufgegangen sind und der Abrieb im Öl diese Probleme verursacht. Dann ist in aller Regel eine Revision fällig, da der Abrieb den Ölfilter und Teile des Ventilblocks verstopft und selbst wenn man dann das Öl wechselt, heilen sich die Reibscheiben der Kupplungen nicht selbst!

      Was hat denn das Fzg gelaufen?

      Ich würde spätestens alle 80 tkm als Vielfahrer eine Ölspülung, bei viel Stadtverkehr auch schon nach 30-50 tkm machen lassen, um bei diesen Getrieben halbwegs auf der sicheren Seite zu sein.

      Der Vorbesitzer meines V50 hat 240 tkm lang das Öl nicht wechseln lassen. Das Getriebe ist im Prinzip Kernschrott.

      Viele Grüße!

      Sven
    • Hej Sven,

      wie macht sich das bei dir bemerkbar?

      Ich sehe es auch so. Laut Vorbesitzer ist das Getriebeöl gewechselt worden, aber nicht gespült. Das glaube ich ihm auch. Ich bin die Tage mal beim Fachmann, vielleicht ist es auch ein elektronisches Problem. Mechanisch schaltet das Getriebe für mich eigentlich noch zu gut. Aber da soll mal wer drüberschauen. Ich hoffe es ist nicht zu spät.

      Im Grunde darf / sollte kein Getriebe hart schalten, egal ob es die Fahrweise gewohnt ist oder nicht, auch nicht bei höchster Drucklast.

      Gelaufen ist er jetzt knapp 200.000km.

      Bei meinem BMW hatte ich auch mal ein Ölwechsel vorgenommen. (ZF Getriebe), prophylaktisch. Es gibt einen Langzeittest. BMW E39 mit 1.2Millionen KM, nie gepflegt, nur Ölwechsel Motor. Das Getriebe war wie neu. Aber gut, das AW schätze ich als robust ein, aber man sollte da schon sorgsamer sein. Generell, wer sein Auto länger fahren will sollte an sowas nicht sparen.

      Noch zum Gangwechsel: Getriebe bleibt auch immer schön im Gang. Nur zwischen 50-60km/h schaltet es mal zwischen dem 4. und 5. aber ganz präzise immer am gleichen Punkt. Denke das ist normal, eben weil 6 Gänge.
      Viele Grüße

      Tobi
    • Mosquito wrote:

      ... Ich sehe es auch so. Laut Vorbesitzer ist das Getriebeöl gewechselt worden, aber nicht gespült. ...
      Hej Tobi,

      wobei ein Automatikgetriebeölwechsel, wenn er nach Volvo-Vorschrift ausgeführt wird, auch nicht einfach nur Ablassen und Auffüllen ist, sondern das Getriebe wird mit neuem Getriebeöl gespült, bis das alte Öl vollständig ausgetauscht ist bzw. sogar etwas darüber hinaus. Nur das bei dieser Spülung nicht irgendwelche zusätzlichen Reinigungsmittel (wie bei anderen Anbietern) verwendet werden. (Zu den Vor- und Nachteilen zusätzlicher Reinigungsmittel gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen.)

      Viele Grüße,

      Jörg
    • Hej

      Das TF80 ist ein SUPER Getriebe. Es gibt hin und wieder Probleme mit den Magnetschaltern - da ist dann etwas tieferes Wissen gefragt. Die arbeiten sich auch in den AluBlock der Hydraulik ein - irgendwann ist das Ding zu tauschen.
      Aber das Ding ist teuer - die Reparatur auch, da bedarf es schon einer einwandfreien Diagnose.
      Hatte auch vor kurzem einen V70 mit dem Getriebe da wurde der Hydraulikblock bei 180000km getauscht - hat 1800€ gekostet. Der Wagen hatte nun 300000km und schaltete recht gut. Einzig G2 auf G3 gab es immer mal einen Knall da er zu langsam schaltete - die Drehzahl hochging und dann mit erhöhter Drehzahl den Ganz reinknallte.

      Ich hab dann eine Spülung (lt. Volvo Vorgaben) gemacht - das ist auf JEDEN FALL anzuraten. Würde das sogar alle 100000km machen. Das hat etwas Besserung gebraucht. Schlussendlich war das Problem aber immer noch da.
      Hab dann noch eine Spülung gemacht, den Wagen aufgebockt und beim Spülen die Gänge geschalten - man kommt nur bis in den 4. Gang - aber das hat genügt. Ölstand anständig kontrollieren (das macht man mit der zweiteiligen Ablassschraube und ganz wichtig - richtige Temperatur (glaub 60°) - wie es eben im Werkstattbuch steht.
      Danach war das Getriebe wie neu. 1a - hatte wirklich eine Freude.

      Die ÖlSpülung ist recht einfach zu machen - man braucht das ÖL und einen durchsichtigen Schlauch - wenn man ein wenig Schraubererfahrung hat kann man das sehr leicht selbst realisieren!



      Gruß
    • Hej,

      ich war bei einem Getriebespezialisten und bin ziemlich geschockt. Es wird spannend.

      - Fehler: Sperrmagnetventil SLU Position DFF (Wandlerüberbrückung) & AGR Positionssensor falsches Signal.

      Der Meister meinte gleich ich habe da so eine Vermutung, ist in eine Datenbank und meinte mechanischer Schaden am Getriebe. Ist nix mehr mit einer Spülung zu machen, kosten 3000 EUR. Weiterfahren bis gar nix mehr geht, Kosten bleiben nämlich die gleichen. :D

      Die Probefahrt war übrigens absolut symptomfrei, auch mit Kickdown aus 50 km/h raus. Aber gut, da muss das Getriebe auch nicht so runterschalten.

      Der Vorbesitzer hat sich dazu auch sofort noch einmal tel. gemeldet und ich kann mir nicht vorstellen, dass er was davon vorher gewusst haben soll. Der letzte Werkstattaufenthalt war nicht lange her, immer alles penibel eingehalten, dokumentiert, keine Hinterbundenwerkstatt (Volvo Partner) noch zuletzt viel Geld reingesteckt?! Aber es ist müßig ... . Das Problem habe ich jetzt an der Backe.

      Die Frage ist also eher, wie der Fehler einzuschätzen ist.

      roorback wrote:

      Hej

      Das TF80 ist ein SUPER Getriebe. Es gibt hin und wieder Probleme mit den Magnetschaltern - da ist dann etwas tieferes Wissen gefragt. Die arbeiten sich auch in den AluBlock der Hydraulik ein - irgendwann ist das Ding zu tauschen.
      Würde das zu der Fehleranalyse passen? Dann bliebe noch Hoffnung.

      Das mit dem AGR Fehler hat aber nichts mit dem Getriebefehler zu tun. Wäre also noch einmal ein separates Problem.

      Fakt ist, eigentlich fährt sich der Wagen wie am ersten Tag. Werde aber trotzdem noch einmal zu Volvo und mal sehen seit wann der Fehler besteht. Alles ziemlich ärgerlich. Aber gut, ist ja auch kein Neuwagen.

      In dem Sinne frohen Nikolaus. _g
      Viele Grüße

      Tobi
    • Hallo zusammen,

      Ich melde Vollzug: Ich habe gestern und heute die 3 Linear-Magnetventile (SLS, SLT & SLU) an meiner 5-Gang-Geartronic (AW55-50/SN) gewechselt. Mein ursprüngliches Problem war, dass die Wandlerüberbrückung bei einer Öltemperatur über 80 °C nicht mehr korrekt gelöst hat. Wenn man langsamer wurde und unter 1500 U/min kam, vibrierte der ganze Antriebsstrang unangenehm und ich konnte nur manuell herunterschalten.

      Jetzt Funktioniert der Wandler-Lockup perfekt! Die Linear-Magnetventile neigen dazu bei höheren Öltemperaturen zu klemmen, da sich der Abrieb innerhalb des Getriebes die Führungshülsen dieser Magnetventile zusetzt. Wird nun das Öl und damit auch der Magnetkolben sowie die Achse warm, dehnt sich alles aus und irgendwann ist ein Punkt erreicht, an welchem die Kraft des Elektromagneten nicht mehr die Haftreibung überwinden kann. - Meines Erachtens nach hilft das Überarbeiten der Ventile nichts, sondern nur der Austausch. Ich habe welche von Rostra eingebaut (aus den USA gekauft), welche anders konstruiert sind und ein Durchspülen des Ventils mit Öl ermöglichen. Verunreinigungen sollten also ausgespült werden, anstatt sich fest zu setzen.

      Allerdings sind die Schaltvorgänge bei wenig Gaspedalstellung in den ersten drei Gängen noch sehr hart. Ich will aber gleich noch einmal eine Adaptierfahrt machen und schauen, ob es besser wird. Immerhin war das alte Öl dünnflüssig wie Wasser und das neue hat eine wesentlich höhere Viskosität. Das neue Öl ist übrigens Liqui-Moly ATF Top Tec 1200, was der geforderten JWS3309 Norm entspricht.

      Für den Ventilwechsel musste natürlich das Getriebeöl abgelassen und der Blechdeckel entfernt werden. Damit ich diesen überhaupt ausbauen konnte, musste auch der Getriebeölkühler (Öl-Wasser-Wärmetauscher) ausgebaut werden, aber den habe ich ohnehin auch gleich mit ersetzt. Die Kühlerschläuche habe ich abgeklemmt. Bei der ganzen Aktion verliert man ca. einen halben Liter Kühlflüssigkeit, was man einfach wieder ergänzt.

      Der Blechdeckel ist ab Werk mit Dichtungsmasse verklebt, kann sich also etwas beim Ausbau sträuben. Es gibt zwar Dichtungen für die Deckel zu kaufen, aber ich habe ihn mit Dirko HT von Elring wieder eingeklebt. Das ist eine rote Dichtmasse auf Silikonbasis und die habe ich über Nacht aushärten lassen, bevor das Getriebe wieder Öl gesehen hat. Im Moment ist alles dicht und grundsätzlich funktioniert alles und mein Aktionsradius mit dem V50 ist endlich größer als nur 10 km. :)

      @Mosquito:
      Ich bin bei Diagnosen solcher "Fachmänner" immer vorsichtig. Denen ist egal, ob Du 300 oder 3000 Euro zahlst, denn es ist nicht ihr Fahrzeug. Im Zweifelsfalle machen die lieber mehr Umsatz...

      Bei Fehlermeldungen bzgl. Wandlerüberbrückung wird immer gleich auf "mechanischen Schaden" getippt, aber selbst wenn es einen mechanischen Schaden gibt, dann ist der im Drehmomentwandler, denn dort befindet sich die Wandlerübrbrückungskupplung. Es gibt Firmen die regenerieren Drehmomentwandler zu moderaten Preisen (ca. 300 EUR). Wenn man den Gang nach Polen oder Tschechien nicht scheut, dann bekommt man dort für 300 EUR einen generalüberholten Wandler mit neuem Kupplungsbelag und das ganze abgedrückt und gewuchtet.

      Typisch für die Aisin-Warner-Getriebe sind wie gesagt die klemmenden Linear-Magnetventile. Ich habe die alten Ventile nach Ausbau geprüft und bei Raumtemperatur arbeiten diese Problemlos. Ich müsste sie mal mit dem Heißluftfön auf 100 °C erwärmen und dann erneut testen. Da wird dann vermutlich nicht mehr viel gehen.

      Ein klemmendes SLU-Ventil (Wandler-Lockup) hat folgende möglichen Fehlerbilder:
      • Fehlender Wandler-Lockup (Lockup does not engage)
      • Schlecht lösender Wandler-Lockup (Lockup does not release)
      • Dauerhaft schleifende Wandlerüberbrückungskupplung (Slipping TCC) mit hohem Verschleiß
      Das Problem gilt es also zu beheben, bevor Du Dir die Wandlerüberbrückungskupplung verheizt, der Abrieb den Filter zusetzt und die Regelventile und das Öl verbrennt. Dann wird mind. ein neuer Wandler fällig wie auch eine Komplettüberholung des Ventilblocks.

      Ich bin jetzt gespannt wie lange mein Getriebe hält, aber ich denke die Lebensdauer wird begrenzt sein. Die Abriebmenge im Öl war schon recht hoch und auch der Umstand, dass man bei den Geartronic-Getrieben den Filter nicht wechseln kann ohne das Getriebe zu zerlegen, macht die Sache nicht einfacher, wenn man ein Getriebe mit Wartungsstau vor sich hat.

      Mein Tipp an Dich: Tausche das SLU oder gleich alle Linear-Magnetventile aus und besorge Dir die Teile über ebay aus den USA. Achte darauf, dass es echte Ventile von Rostra sind (genuine) und die werden garantiert nicht aus China versandt!


      Viele Grüße!


      Sven
    • Hej Sven,

      besten Dank für deine Enschätzung und den Erfahrungsaustausch.

      Das passt schon ziemlich auch zu meiner Problematik und sehe die Einschätzung von dir gegenüber dem "Getriebefachmann" ganz genauso.

      Ich muss auch dazu sagen, dass ich schon ziemlich pingelig bin um gerade bei einem neuen Auto sehr aufmerksam. Im Grunde schaltet das Getriebe - noch - nahezu störungsfrei. Es ist wie gesagt nur 1-2x aufgetreten, dann nicht mehr. Das eben auch nur nach längeren Fahrten (Getriebe warm). Die Problematik mit den Ventilschiebern scheint ja ein gängiges Problem zu sein.

      Vor knapp 3 Jahren und ca. 60tkm wurde ein Getriebeölwechsel vorgenommen, ist auch so aus dem Scheckheft ersichtlich.

      Drücke dir die Daumen, dass das Getriebe weiterhin gute Arbeit verrichtet. Ich denke du hast da einen wichtigen Teil zu beigetragen. Ich werde es auch demnächst angehen.
      Viele Grüße

      Tobi
    • Hallo Tobi,

      Ich würde bei Dir vorschlagen erst einmal eine Getriebespülung zu machen. Nicht mit Spülgerät, sondern die Rücklaufleitung vom Ölkühler zu trennen und einen durchsichtigen Schlauch anzuschließen. Vorher leerst Du den Sumpf (Ablassschraube) des Getriebes und fängst das Öl auf und misst nach wie viel es ist. Die gleiche Menge füllst Du an neuem Öl über den Peilstab wieder ein, vorher natürlich die Ablassschraube mit neuem Dichtring wieder einsetzen.

      Dann Motor in Stellung P starten, 2 Liter herauspumpen lassen, Motor ausschalten und 2 Liter neues ATF über den Peilstab einfüllen. Das ganze machst Du mehrere Male bis das Öl aus dem Getriebe die und wirst vermutlich insgesamt zwischen 12 und 20 Litern ATF brauchen bis das Öl aus dem Getriebe annähernd die gleiche Farbe hat wie frisches ATF.

      Wenn Du es selbst machst, dann liegst Du bei etwa 150-200 EUR Kosten für das Öl, kann aber auch weniger sein, wenn Du auf günstigere Marken (z.B. Mannol) zurückgreifst.

      60 tkm ist ein gutes Wechselintervall und das Öl wird schon an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit sein. Nach Deiner Schilderung denke ich, dass bei DIr kein Bedarf ist Magnetventile auszutauschen, wenn es bisher nur ein oder zwei Male aufgetreten ist. Neues frisches ATF hat eine hohe Reinigungswirkung, sodass Ablagerungen auch wieder gelöst werden.

      Zeitwertgerecht wäre wie gesagt die Spülung und dann mal 1-2 tsd Kilometer abwarten. Das kann mitunter ein wenig dauern.

      Viele Grüße!

      Sven
    • EIn Hinweis noch:
      Zündaussetzer oder Vebrennungsprobleme / Ruckeln etc. des Motors beeinflusst auch das Getriebe! TCM und ECM sind miteinander vernetzt und das Getriebesteuergerät (TCM) braucht ständig Informationen über den Lastzustand des Motors, um korrekte Schaltvorgänge durchzuführen.

      Deine Reihenfolge sollte also so sein:
      - AGR-Fehler löschen und schauen, ob er wieder kommt
      - Wenn Fehler wieder da, dann AGR reinigen bzw. ersetzen
      - Danach erst Getriebespülung mit Adaptionsdaten und Fehlerspeicher löschen

      Viele Grüße!

      Sven
    • SvenL wrote:

      Hallo Tobi,

      Ich würde bei Dir vorschlagen erst einmal eine Getriebespülung zu machen. Nicht mit Spülgerät, sondern die Rücklaufleitung vom Ölkühler zu trennen und einen durchsichtigen Schlauch anzuschließen. Vorher leerst Du den Sumpf (Ablassschraube) des Getriebes und fängst das Öl auf und misst nach wie viel es ist. Die gleiche Menge füllst Du an neuem Öl über den Peilstab wieder ein, vorher natürlich die Ablassschraube mit neuem Dichtring wieder einsetzen.

      Dann Motor in Stellung P starten, 2 Liter herauspumpen lassen, Motor ausschalten und 2 Liter neues ATF über den Peilstab einfüllen. Das ganze machst Du mehrere Male bis das Öl aus dem Getriebe die und wirst vermutlich insgesamt zwischen 12 und 20 Litern ATF brauchen bis das Öl aus dem Getriebe annähernd die gleiche Farbe hat wie frisches ATF.

      Wenn Du es selbst machst, dann liegst Du bei etwa 150-200 EUR Kosten für das Öl, kann aber auch weniger sein, wenn Du auf günstigere Marken (z.B. Mannol) zurückgreifst.

      60 tkm ist ein gutes Wechselintervall und das Öl wird schon an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit sein. Nach Deiner Schilderung denke ich, dass bei DIr kein Bedarf ist Magnetventile auszutauschen, wenn es bisher nur ein oder zwei Male aufgetreten ist. Neues frisches ATF hat eine hohe Reinigungswirkung, sodass Ablagerungen auch wieder gelöst werden.

      Zeitwertgerecht wäre wie gesagt die Spülung und dann mal 1-2 tsd Kilometer abwarten. Das kann mitunter ein wenig dauern.

      Viele Grüße!

      Sven
      Pfeilstab beim TF80-SC???
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • Ne, ein TF80SC hat keinen Peilstab. Da muss man es durch die Einfüllöffnung machen. Schlauch mit Trichter dran und gut ist.

      Ich habe das nur geschrieben, dass nicht irgendwelche falschen Schrauben losgedreht werden, wie zum Beispiel die große 24er Schraube auf der Oberseite beim AW55-50/51, denn da kann man zwar einfüllen, allerdings ist diese Schraube der Band-Anker vom 3. Gang. Danach kann man erst einmal das Getriebe zerlegen und das Bremsband wieder korrekt einbauen.

      Viele Grüße!

      Sven
    • SvenL wrote:

      Hallo Tobi,

      Ich würde bei Dir vorschlagen erst einmal eine Getriebespülung zu machen. Nicht mit Spülgerät, sondern die Rücklaufleitung vom Ölkühler zu trennen und einen durchsichtigen Schlauch anzuschließen. Vorher leerst Du den Sumpf (Ablassschraube) des Getriebes und fängst das Öl auf und misst nach wie viel es ist. Die gleiche Menge füllst Du an neuem Öl über den Peilstab wieder ein, vorher natürlich die Ablassschraube mit neuem Dichtring wieder einsetzen.

      Dann Motor in Stellung P starten, 2 Liter herauspumpen lassen, Motor ausschalten und 2 Liter neues ATF über den Peilstab einfüllen. Das ganze machst Du mehrere Male bis das Öl aus dem Getriebe die und wirst vermutlich insgesamt zwischen 12 und 20 Litern ATF brauchen bis das Öl aus dem Getriebe annähernd die gleiche Farbe hat wie frisches ATF.

      Wenn Du es selbst machst, dann liegst Du bei etwa 150-200 EUR Kosten für das Öl, kann aber auch weniger sein, wenn Du auf günstigere Marken (z.B. Mannol) zurückgreifst.

      60 tkm ist ein gutes Wechselintervall und das Öl wird schon an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit sein. Nach Deiner Schilderung denke ich, dass bei DIr kein Bedarf ist Magnetventile auszutauschen, wenn es bisher nur ein oder zwei Male aufgetreten ist. Neues frisches ATF hat eine hohe Reinigungswirkung, sodass Ablagerungen auch wieder gelöst werden.

      Zeitwertgerecht wäre wie gesagt die Spülung und dann mal 1-2 tsd Kilometer abwarten. Das kann mitunter ein wenig dauern.

      Viele Grüße!

      Sven

      SvenL wrote:

      EIn Hinweis noch:
      Zündaussetzer oder Vebrennungsprobleme / Ruckeln etc. des Motors beeinflusst auch das Getriebe! TCM und ECM sind miteinander vernetzt und das Getriebesteuergerät (TCM) braucht ständig Informationen über den Lastzustand des Motors, um korrekte Schaltvorgänge durchzuführen.

      Deine Reihenfolge sollte also so sein:
      - AGR-Fehler löschen und schauen, ob er wieder kommt
      - Wenn Fehler wieder da, dann AGR reinigen bzw. ersetzen
      - Danach erst Getriebespülung mit Adaptionsdaten und Fehlerspeicher löschen

      Viele Grüße!

      Sven
      Hej Sven,

      noch einmal vielen Dank für den Support an der Stelle. Es gibt Aussagen, dass das AGR Problem wohl nichts mit dem Getriebefehler zu tuen hat. Wobei es eigentlich schlüssig wäre. Motor- und Getriebemanagement arbeiten ja zusammen.

      Wie du es sagst werde ich erst einmal klein anfangen und mich von A über B nach Z durcharbeiten. ;) Momentan merkt man weder vom Motor noch vom Getriebe irgendwelche Unregelmäßigkeiten. Zieht gut durch, hat Leistung, schaltet.

      Ich werde demnächst mal den Fehler löschen und gucken ob er wiederkommt und dann erst einmal das AGR Ventil beobachten und evtl. Turnusmäßig das Öl im Getriebe wechseln / spülen. In Polen und Tschechien gibt es wohl sehr gute Alternativen um die 70 - 80 % günstiger, mit Garantie und um die Ecke. Danke für den Tip!
      Viele Grüße

      Tobi