740er GL Diesel Jg 86

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    • 740er GL Diesel Jg 86

      Hallo in die Runde

      weiss nicht ob ich jetzt hier richtig poste - aber ich würde gerne meinen 740er GL Diesel vorstellen und auch gleich ein paar Fragen hier hinterlassen.

      Aber erst mal ein paar Bilder - wie gesagt Jahrgang 86 und rund 290`000 auf der Uhr.



      Ich glaube den Zustand kann man wirklich mit gut beschreiben. Was ich an Rost gefunden habe, ist unwesentlich und lässt sich leicht beheben. Die hier oft als kritisch beschriebenen Stellen sind in Ordnung. Das Auto wurde vom Grossvater des VK gut gepflegt und regelmässig gewartet - das ist auch aus den Rechnungen zu ersehen. Der Service wurde bei Volvo in Offenburg erledigt. Die werden mir kulanterweise auch noch die eine oder andere Rg. die ich nicht habe, nachreichen.
      Häufig sind die ollen Diesel anscheinend nicht mehr an zu treffen - entweder sie sind an diversen Wehwehchen verstorben oder die Steuer bzw. Umweltzonen haben ihnen den Garaus gemacht. Mit H-Kennzeichen sind wenigstens letztere Themen (hoffentlich auch weiterhin) vom Tisch. Es gibt wohl Überlegungen Diesel mit H-Kennzeichen auch aus zu sperren. In meinen Augen ein Witz in Anbetracht der überschaulichen Anzahl. Aber bei dem Thema gehts ja auch um Ideologie ...

      Ich habe die letzten Tage ausführlich das Netz nach Infos durchforstet - einiges habe ich hier gefunden - danke schon mal für das viele Wissen, dass ihr hier angesammelt habt - echt toll!

      Der Motor D24 2,4l Saugdiesel scheint eine Diva zu sein die mit Hitzewallungen schlecht klar kommt. Hier im Forum gibt es ein Bündel von Vorschlägen die ich mal ins Auge fassen werde. Da ein Ölwechsel ansteht - soll ich ein synthetisches 0/W40 einfüllen oder ein 5/W40 (synthetisch oder normal)? Der Motor ist nicht schlimm verölt - aber bei den hinteren 2 Zylindern findet sich schon ein leichter Ölfilm. Anscheinend ist es wohl vor allem auch der hinterste Teil des Motors der zu heiss werden kann. Die Kopfdichtung wurde schon mal gemacht und der Kopf ist geplant worden.
      Beim Ölwechsel kann auch gleich mal das Kühlwasser getauscht und das Kühlsystem durchgespült werden (Zitronensäure zum durchspülen?)

      Ich denke über den Einbau eines zusätzlichen Instrumentes nach, das mir die Temp. von Öl und Wasser anzeigen kann. Die verbaute Temp.-Anzeige scheint ja nicht wirklich präzise zu sein. Wo könnte man die Öl-Temp- abgreifen? Ein Drehzahlmesser wäre vielleicht auch nicht schlecht. Ich habe den Eindruck die Gänge 1 bis 4 sind (bei ebenem Gelände) für alles zwischen 0 und 60kmh zuständig ab dort den 5. bis 120kmh ab wo es dann etwas laut wird. Ich denke 120 ist auch eher Ende der Fahnenstange, wenn man die Temperaturprobleme nicht forcieren will.

      Da ich schon viele Jahre ältere Diesel fahre z.B. Peugeot 405 GLD Break, LandCruiser TD300 der J90 (immer noch im Betrieb), weiss ich um das eine oder andere Problem dieser alten Motoren. In aller Regel aber habe ich die Autos immer deutlich über 300`000km gefahren. Bei den Franzosen war es oft die Undichte der Motoren, die irgendwann wirtschaftlich nicht mehr zu regeln waren - aber gelaufen sind die an sich ohne Probleme - vorausgesetzt man hat sie nicht gequält immer vorsichtig warm gefahren und ihnen regelmässig gutes Öl gegönnt.



      Ich werde hier weiter berichten wie es dem Auto (und mir mit ihm) gehen wird - wenn das Interesse da ist. Natürlich bin ich an allen Tips interessiert, die das Leben des Autos verlängern können - sowohl Handling wie Wartung. Leider bin ich kein wirklich wissender Schrauber - aber es hilft ja trotzdem wenn man weiss, auf was zu achten ist.

      Schönen Abend noch

      Uli

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    • Hallo Uli.
      Schöne Vorstellung und schöner 740.
      Dann ist der Wischer wohl nicht mit das Thema...

      Öl am Block unter der Vakuumpumpe - kann die Dichtung der Pumpe sein.
      Temperaturprobleme des D24? Hatten meine nicht - liefen auch immer weit über 120 km/h.
      Das Kühlsystem reinigen ist immer gut - ob Spezialreiniger oder Zitronensäure ist fast egal Hauptsache es wird dann gut mit Wasser gespült.
      Sieh zu das alle Glühkerzen in Ordnung sind - ja die letzte ist bescheiden zu erreichen, aber wenn der nur mit 5 oder 4 Zylindern startet dann gibt es unnötige Spannungen, Ausbauen an die Batterie und die Zeiten bis zum Glühen vergleichen und wo es noch glüht. Mein Tip wenn du eine Steckdose in der Nähe hast eine Wasservorheizung einbauen das mag er.

      Zum Öl - in der BA steht 15/40 für unsere zu erwartenden Temperaturen, oder? Ich würde auch in den 10/60 und ja vollsynthetisch kippen - zumindest kein 0W Öl.

      Viel Spass mit dem kleinen Drehmomentwunder - im 1. Gang rein, aussteigen und selbst aus dem Schnee schieben, das geht :-).
      Gruß
      Jörn
    • Hi Jörn

      ja der Wischer ist kein Thema mehr. Ist mir fast peinlich - das war mit dem Festziehen der Schraube zu erledigen.

      Und danke für die Tips - das mit den Glühkerzen schaue ich mir mal an und leider nein, keine Steckdose in der Nähe des Standplatzes. Vielleicht kommt das ja demnächst für all die E-Autos die auf die Strasse sollen ;)

      Das mit dem Anschieben im Schnee im ersten Gang muss ich hoffentlich nicht ausprobieren. Seit wir nicht mehr im Schwarzwald wohnen, ist der Winter kein grosses Thema mehr. Wären wir noch auf 900müM hätte ich mir den Kauf eines Hecktrieblers 2mal überlegt!

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    • Huiiii - sehr schön!!
      Auch die Farbe total stimmig - die unterstreicht das Minimalismusgefühl, das sich im Innenraum mit den leeren Schalterblenden fortsetzt... - typisch für die Saugdiesel.
      Dazu die originalen 7er-Stahlfelgen mit den schicken Nabenkappen - top!


      Bevor ich mir um den Motor Sorgen mache und Experimente mit Hi-Tech-Öl starte, würde ich meine Aufmerksamkeit und Energie dem Innenraum zukommen lassen. Durch gute Pflegemittel dafür sorgen, dass das Armaturenbrett weiterhin rissfrei bleibt (ist bei den 740ern heute schon selten!) und die Plastikteile an den Türverkleidungen, bei der Mittelkonsole etc. nicht absplittern. Die beigen Teile sind besonders anfällig dafür und Ersatz ist schwer zu bekommen!


      Ich bin einmal mit einem 745 D6 mitgefahren und musste zu meinem großen Erstaunen feststellen, dass der um keinen Deut anders übersetzt war wie mein 96er 945 TDIC mit Automatik. Bei 3000 Umdrehungen (ja, einer der ganz wenigen 740 Diesel mit Drehzahlmesser!) lief der Volvo knapp 120 km/h (Tachoanzeige). Ich hätte vorher angenommen, dass die Hinterachse (deutlich) kürzer untersetzt wäre als die 3,73er des 945. Schau´ einmal, ob du Infos über die Untersetzung der bei deinem Volvo verbauten Hinterachse bekommst.


      Bei normalen Temperaturen hätte ich keine Bedenken, den Diesel auch über längere Strecken mit 3500 Umdrehungen zu betreiben - also knapp 140 km/h.
      DAS Kriterium scheint mir ein sensibler Gasfuß nach dem Start bei Minustemperaturen - aber das zeigt dir der Motor auf den ersten 2 Kilometern eh, dass er da gar nicht getreten werden mag. Noch für weitere 5-10 Kilometer Zurückhaltung üben - die große Ölmenge muss erst erwärmt werden.
      Mit Vernunft gefahren ist dieser Motor für 500000+ Kilometer gut. Den letzten 245 D6 habe ich mit 453xxx km gekauft, den aktuellen 945 mit 407xxx. Ohne jegliche Bedenken, nur mit der Hoffnung dass die Vorbesitzer gut mit dem Motor umgegangen sind.

      Aber das dürfte bei deinem ja der Fall sein. Daher: nicht zuviel grübeln, sondern sich einfach an diesem tollen Fahrzeug freuen!


      mfG
      Michael
    • Moin.
      Der Saugdiesel hat keine Temperaturprobleme. Wenn doch ist der Wasserkühler dicht.

      Aber wenn ich lese "Zylinderkopf geplant"....
      Lernt man heute nichts mehr über Werkstoffkunde? Einen langen 6 Zylinder Alukopf plant man nicht!!!! Der zieht sich beim festziehen gerade.
      Plant man ihn doch läuft die Nockenwelle "krumm" und frisst in den Lagern. Folge: Nockenwelle bricht oder Zahnriemen reißt frühzeitig.

      Gruß
      Fredy
      Ein Volvo fährt ewig und drei Tage, ein Volkswagen fährt drei Tage und steht ewig in der Werkstatt
    • die Kopfdichtung wurde bei Volvo 2006 gemacht km Stand 222800 Im KV steht wörtlich "Zylinderkopf planen" €120. Auf der Rg. steht dann nur noch def. Zylinderkopfdichtung ausgetauscht und Neue eingebaut. Seit da hat er weitere 67`000 km gemacht - anscheinend ohne Probleme mit der Maschine.
      Mit 235T wurde noch ein neuer Tacho eingebaut. 16`000 km später gab es 6 neue Glühkerzen, anschliessend noch Kleinkram wie die unteren Kugelgelenke, Bremsleitungen, Backen und Scheiben - Verbrauchssachen halt. Für das H-Kennzeichen musste vorne links noch ein neuer Kotflügel dran.

      Michael - was verstehst du unter gute Pflegemittel? Von den ganzen Sprays zur Innenraumpflege kriege ich Kopfschmerzen (Allergien)
    • Kairon wrote:

      16`000 km später gab es 6 neue Glühkerzen, anschliessend noch Kleinkram wie die unteren Kugelgelenke, Bremsleitungen, Backen und Scheiben - Verbrauchssachen halt. Für das H-Kennzeichen musste vorne links noch ein neuer Kotflügel dran.

      Michael - was verstehst du unter gute Pflegemittel? Von den ganzen Sprays zur Innenraumpflege kriege ich Kopfschmerzen (Allergien)
      Klasse dann sind die Glühkerzen wohl noch neuwertig - siehst du beim ersten Kaltstart unter 0 Grad ob eine Zylinder nicht gleich mit läuft.

      Allergie? Dann nimm nur ein feuchtes Tuch (Wasser) und kein "Pflege"-Zeug.
      Ich habe die Theorie das die Mittel den Kunststoff angreifen und eher Risse entstehen.

      Gruß
      Jörn
    • meine anderen Fahrzeuge sehen nur Wasser, Seife und Scheibenreiniger - geschadet hat es bisher keinem. Ich vermute die Risse in den Armaturenbrettern kommen eher von zu viel Sonne als von zu wenig Pflege. Mein 740er stand, wenn er nicht bewegt wurde, immer unter dem Vordach einer grossen Scheune. Das hat (auch) dem Innenleben sichtbar gut getan.
    • Hallo Kairon,


      mit den oben genannten "guten Pflegemitteln" meine ich in erster Linie dickflüssige Produkte aus Quetsch"flaschen", die man mit einem Tuch aufträgt. Weil diese Mittel eben keine Sprays sind, schwirren weniger Aerosole durchs ganze Auto und setzen sich zB in den Sitzbezügen fest.

      Um der Alterung des Materials durch Hitze und Sonneneinstrahlung entgegenzuwirken, sollte eine 2-3malige Behandlung im Jahr ausreichen. Am besten wahrscheinlich an einem warmen Tag im Frühjahr und im Herbst, und danach den Volvo gut auslüften.

      Die Vermeidung von Hitze und direkter Sonneneinstrahlung ist sicher ein positiver Faktor, aber selbst dann verabschieden sich irgendwann die letzten Weichmacher-Moleküle aus dem Plastikmaterial. Mit den Pflegeprodukten führst du die wieder zu.

      Ich habe den Eindruck, dass der Volvo gut gepflegt wurde, so sauber, wie der ist. Mag sein, dass ein Tiefgaragen-740er auch noch nach 25 Jahren keine Risse im Armaturenbrett hat, aber ohne wiederkehrende Zuwendung wären die Sitzbezüge bei dieser Laufleistung nicht so schön...
      (Ich gehe davon aus, dass der Volvo nicht nur vor dem Fotografieren mit Wundermitteln der Fahrzeugaufbereiter bearbeitet wurde, um dem Dreck der Jahrzehnte den Garaus zu machen)


      mfG
      Michael

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    • ich werde mich nach Pflegemittel umsehen müssen die verträglich sind - vor allem keine Duftstoffe. Gerade die Weichmacher sind oft das Problem. Das beste Auto die ich diesbezüglich hatte, war ein Landcruiser J7 mit viel Metall im Inneren. Auch der J9 ist vom Geruch her echt neutral - kommt aber langsam in die Jahre - hat nur Euro 2 und schluckt ohne Probleme 11 - 12 Liter, mit Wohnwagen auch 15

      Der Volvo wurde mit Sicherheit nicht speziell aufgearbeitet - das hätte man gerochen. Der Opa des VK hat den einfach gut gepflegt und artgerecht bewegt. Er habe das Auto ein zwei mal im Jahr von Hand gewachst und innen schön sauber gehalten und er sei noch im hohen Alter regelmässig zu Verwandten von Offenburg nach Hanover gefahren.