Volvo 244 DLC (Bj.78) - Zierleiste Dreiecksfdnster

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    • Volvo 244 DLC (Bj.78) - Zierleiste Dreiecksfdnster

      Guten Abend,
      ich bin heute an der Edelstahl Zierleiste am linken hinteren Dreiecksfenster verzweifelt... Ich habe den halben Nachmittag erfolglos versucht die Zierleiste auf die Gummi Dichtung des Dreiecksfensters zu bekommen... Kann mir eventuell jemand einen Trick verraten, wie man es hin bekommt? Ich habe alles versucht... Zum Schluss habe ich die Dichtung sogar fett mit Vaseline eingeschmiert, damit das Gummi etwas flexibler wird... Alles erfolglos...
      Bin mit meinem Latein am Ende...
      Gruß,
      Alexander
    • Hallo Alexander.
      Das Fenster ist montiert -im Rahmen oder hast du es "auf dem Tisch?
      Wenn ich rechtentsinne kann die untere Leiste am montierten Fenster eingeschoben werden - aber das gebogen Stück geht nur wenn das Fenster heraus ist, geht ja schnell - Talkum, Kunststoffstreifen als Hebel und drücken, nur die Position ist bescheiden. Ich nehme für Gummi Talkum, Glyzerin oder Balistrol aber keine Vaseline.
      Gruß
      Jörn (aus 25336)
    • Hallo Alexander,

      3 Tipps: 1.: für den Scheibenausbau // 2.: für den Einzug des Zierrahmens // 3.: für den Scheibeneinbau

      1. Scheibenausbau: Dazu entweder zwei Schraubendreher, oder besser 2 stabile dünne & schmale Kunststoffspatel

      Ablauf:
      Mit einem der Werkzeuge ein kleines Ende der Gummidichtung über den Karosserieflansch zurück hebeln, so dass sie
      nach außen kommt (etwa 1 cm). Den Wulst der Dichtung dann etwas nach unten drücken. so dass der Karosserieflansch frei & sichtbar wird.
      (Karosserieflansch = die Fläche, die aus den zusammen gepunkteten Innen- und Außenblechen besteht. Es ist ein ca. 15 mm hoher Steg, über den die Dichtung der Scheibe beidseitig ragt und der insofern die Scheibe hält.)

      Und so geht es cm um cm weiter, bis die gesamte Innenlippe der Scheibendichtung auf die andere (= äußere) Seite des Steges
      gehoben wurde. Gleitmittel o.ä. braucht es für diesen Job nicht - ist eher hinderlich, da die Dichtung dadurch häufig wieder zurück glitschen würde.

      Es gilt also, die innenseitig sichtbare Gummilippe, nach und nach auf die oben beschriebene Weise über diesen Steg zu heben, dadurch wird die Scheibe dann kpl. frei und kann mitsamt der Dichtung vorsichtig aus ihrem Sitz gedrückt werden. Vorsicht,
      dass sie nicht spontan herausfällt , also mit einer Hand außen absichern.

      Noch Fragen? Ansonsten gute Gelingen - Teil 2. und 3. werden im Anschluss beschrieben.
      Wenn etwas nicht funktionieren sollte, Fragen gerne auch via PN bzw. Handy.

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f

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    • Hi Alexander,

      ... und nun Teil2 - Montage des Zierrahmens am Dreiecksfenster hinten:

      Dazu noch eine modellspezifische Anmerkung: Beim 78-er 244 gibt es keine untere Zierleiste, sondern nur die reine Gummidichtung.

      Nun zum Einbau bei ausgebauter oder eingebauter Scheibe:

      Wenn der Zierrahmen entnommen worden war, sieht man am inneren Rand der Scheibendichtung umlaufend in ganzer Länge des Zierrahmens eine "Rille" im Gummi. Diese Rille verläuft schräg nach innen in die Dichtung und bildet somit eine bewegliche "Lippe", unter die die nach innen abgekantete "Zunge" des Zierrahmens drunter gleiten muss. Und damit hält die Lippe den Zierrahmen fest.

      Man muss es also schaffen, die Lippe über die Abkantung zu bringen. Das geht nicht ganz so einfach, wie der Scheibenaus- bzw. einbau, aber ähnlich, wie sich nachher erweisen wird.

      Nun zurück zum Einbau des Zierrahmens:

      Zunächst nimmt man eine dünne, aber stabile Schnur (auch ein isoliertes dünnes Kabel ist möglich) und drückt es über die ganze Länge, bis etwa 1 cm vor Ende in die Rille der Fensterdichtung, und zwar so, dass sie ganz unter der Lippe verschwindet, aber an den Enden etwa 20 cm übersteht.

      An der Stelle, an der die Schnur nicht weiter in die Rille eingedrückt wird ( also 1 cm vor Ende des Zierrahmens), nimmt man das Ende der Schnur und legt es im rechten Winkel über die Dichtung nach innen auf die Scheibe, so dass man es, nachdem der Zierrahmen aufgelegt wurde, anfassen und ziehen kann.

      Danach nimmt man den Zierrahmen, legt ihn erst mal genau passend an die Rille an. Nun drückt man den Zierrahmen an der Stelle an die Gummidichtung an, die freigelassen wurde, wo also keine Schnur drin ist, und hebelt mit einem der o.a. Werkzeuge die Dichtlippe über die Abkantung des Zierrahmens, so dass an der Stelle der Zierrahmen schon richtig sitzt.

      Danach fasst man das herausragende Ende der Schnur, drückt gleichzeitig den Zierrahmen gegen die Kante der Dichtlippe und zieht nun vorsichtig an der Schnur. Die hebt nun während des Ziehens die Dichtlippe an und etwas über die Abkantung, sodass durch den Druck, der ausgeübt wird, die Abkantung unter die Dichtlippe gleiten kann (bzw. die Dichtlippe über die Abkantung).

      Das Ganze muss auf den ersten Zentimetern einigermaßen langsam und vorsichtig geschehen, und immer auch bei Druck gegen die Dichtlippe bzw. den Rahmen, damit nicht alles wieder herausspringt. Und so arbeitet man sich dann Stück für Stück am Zierrahmen entlang, bis seine Abkantung kpl. unter der Dichtlippe sitzt - und das war' s dann schon.

      Hinderlich bzw. ungünstig wäre auch bei dieser Arbeit, die Dichtlippe mittels Vaseline o.a. Gleitmitteln glitschig zu machen. Dann hält nämlich die Schnur erst gar nicht in der Rille, und kann dann auch nicht über die Abkantung gezogen werden.

      Soweit mal vorerst - und wieder: Teil 3 kommt im Anschluss; falls etwas nicht funktioniert, oder unklar ist, gerne via PN oder handy.

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f
    • ... und schließlich Teil 3 - Einbau der Dreiecksscheibe:

      Ablauf:

      Zum Einbau der Scheibe nimmt man wieder eine stabile Schnur oder ein isoliertes - nun etwas festeres - Kabel, legt es rundum in die Rille der Dichtung und lässt an beliebiger Stelle die beiden Enden der Schnur / des Kabels etwa 5 cm in der Rille überlappen und nach außen hängen.

      Sodann wird die Scheibe mir der Rille (und der Schnur) über den unteren Steg der Karosserie gesetzt, so dass Scheibe und Dichtung hier bereits richtig sitzen - und die überstehenden Enden der Schnur in den Innenraum des Fahrzeugs hinein hängen.

      Die Scheibe wird nun mit einer Hand von außen in ihren Sitz hinein gedrückt und gehalten. Die andere Hand ergreift eines der Schnur-Enden und zieht nun langsam die Schnur in Richtung Innenraum des Fahrzeugs. Dabei hebt sie automatisch die Dichtlippe über den Steg. Das Ganze wird dann Stück für Stück so durchgeführt, bis die Dichtungslippe kpl. über den Steg gehoben wurde.

      Danach drückt man die Dichtung rundum Stück für Stück ganz hinunter in ihren Sitz - und fertig ist die Angelegenheit.

      Zum Thema Geleitmittel: s.o., 1. und 2. //

      Wenn man befürchtet, die Scheibe könne nicht ganz regendicht sitzen, ist es möglich, mit Karosseriedichtmasse o.a. und entsprechendem Spritzwerkzeug mit ganz feiner Tülle den gesamten Dichtungsverlauf rundum von außen abzudichten.

      Soweit für heute - viel Erfolg - Übung macht's schließlich ...

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f

      The post was edited 1 time, last by k-c-f: Präzisierung ().

    • Vielen vielen Dank für die sehr ausführliche Anleitung!!
      Hat mir sehr geholfen! Siehe Bild.
      Am Ende war es wirklich nicht so schwer...
      Wenn man es allerdings noch nie gemacht hat, muss man sich ja erst mal rein fummeln :)
      Der 244er DLC (Bj.78) hat übrigens auch unten am Dreiecksfenster die Edelstahlleiste.

      Ich habe gleich noch eine kurze Frage zu den Edelstahlzierleisten.
      Ich wollte heute die Fahrerseite hinten (Kofferraum Seitenwand) anbringen.
      Werden zuerst die Plastik Nieten eingesetzt und die Leiste dann darauf geschoben?
      So habe ich mir das zuminderst vorgestellt.
      Problem ist bloß, dass ich die Edelstahlleiste ziemlich biegen müsste,
      da ich die Leiste mit dem spitzen Ende von Vorne nach Hinten aufziehen müsste??

      Gruß,
      Alexander ;)
      Images
      • Dreiecksfenster Volvo 244 DLC.jpg

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      • Zierleiste 244 DLC.jpg

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    • Hi Alexander,

      o.k. & gerne :)

      Zur unteren Zierleiste am Dreieckfenster: Du hast recht - sie ist da dran - ich war in Gedanken wohl bei meinem 144 - der hat die Leiste nicht. Gut, dass Du das hinbekommen hast - und jetzt noch kurz zur Karosserie-Zierleiste:

      Einfacherweise werden zuerst die Clipse in die Zierleiste geschoben, danach entsprechend der Bohrungen positioniert.

      Dann hält man die Zierleiste mit den Spitzen der Clipse auf die Bohrungen im Kotflügel und schlägt kurz, aber kräftig mit der flachen Hand nacheinander außen auf die Zierleiste, jeweils da, wo ein Clip sitzt . Die Clipse gehen dadurch in die Bohrungen, ohne dass die Zierleiste verbogen oder geschoben werden muss.

      Um das Einrücken der Clipse zu erleichtern, kann man sie mit etwas Vaseline, Gleitpaste o.ä. (notfalls auch etwas feuchter Seife)
      versehen. Autoschlosser nennen die Paste, mit der auch Reifen aufgezogen werden, salopp "Affenschwanzfett" :)

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f
    • Hallo Alexander,

      dann etwas modifiziert:
      - Clipse in die Bohrung einsetzen, Stifft eindrücken, Clipse mit Gleitmittel einreiben , Leiste möglichst passgenau ansetzen und
      - dann mit den bereits erwähnten kurzen kräftigen Schlägen die Zierleiste auf genau die Position der Clipse schlagen,

      (kurz und kräftig, aber Vorsicht, nicht dass Das Seitenteil eingedrückt wird!)

      Gruß

      k-c-f
    • Der Stift dient doch wie beschrieben zur fixierung dessen.
      Wenn also der Stift vorher eingedrückt wird dieser wohl nicht passen.
      Gibt es da nicht evt Repclipse?
      Grüße Gerd

      Wenn ich einen Fronttriebler haben will, kauf ich mir ´ne Gartenfräse.
      Das Auto ist jene technische Erfindung, welche die Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit der Fußgänger beträchtlich gesteigert hat.
    • Sowas in der Art.
      Ich meine dso ähnliche hätte ich meinen Kunden verkauft.
      Clip
      Grüße Gerd

      Wenn ich einen Fronttriebler haben will, kauf ich mir ´ne Gartenfräse.
      Das Auto ist jene technische Erfindung, welche die Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit der Fußgänger beträchtlich gesteigert hat.