Volvo 142 mit B20b läuft "bescheiden"

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    • Volvo 142 mit B20b läuft "bescheiden"

      Hallo,

      vielleicht hat ja einer von euch noch ne Idee wo ich mal ansetzen kann...

      Bisher geschehen ist folgendes:
      Hab mir einen überholten Motor B20 gekauft und eingebaut... Motorinnereien alles neu. Kurbelwelle, sämtliche Lager, Nockenwelle, Ventile und Ventilschaftdichtungen usw. Verbaut ist eine D-Nockenwelle.
      Ventile sind korrekt eingestellt und die Zündung auch (123 Ignition).
      Vergaser sind 2 SU HS6 mit KD Düsennadeln drauf. Vergaser sind auch in gutem Zustand. Düsenstöcke, Schwimmernadelventile etc alles neu.

      Problem ist, dass ich das Ganze nicht gescheit zum Laufen bekomme. Der schüttelt und rüttelt sich. Er springt gut an, aber allein einen gescheiten Leerlauf hinzubekommen ist schwierig ?(

      Würde mich über konstruktive Tipps freuen.

      Grüße der Bones
    • Hallo Bones,

      beginne einfach (noch) mal ganz von vorn mit einer Grundeinstellung, denn es hat wenig Sinn, sich auf irgendeine Fehlermöglichkeit zu konzentrieren und dann später u.U. doch alle Einzelheiten noch einmal durchzuführen.
      Also Der Reihe nach:

      Benzinpumpe:

      Gleichmäßige & ausreichende Fördermenge?

      Zündung:

      - Stimmt die Zündeinstellung?
      - Falls Verteiler ohne Unterdruckverstellung: Funktioniert die Fliehkraftverstellung?
      - Falls Verteiler mit Unterdruckverstellung: Funktion prüfen & Unterdruckanschluss auf Durchlass und Dichtigkeit prüfen!

      Vergaser:

      - Düsenstöcke: So einstellen, dass sie bündig mit den Vergaserbrücken stehen /dann ganz minimal ! zurücknehmen ...
      - funktioniert die bimetallbetätigte Verstellung der Düsenstöcke (nur bei HIF 6, nicht bei HS6) in den Vergasern?
      - Düsennadeln: Korrekt eingebaut? Jede Nadel in ihrer Führung und im Düsenstock beweglich?
      - Schwimmer: Gleichmäßigen Füllstand in den Vergasern & Leichtgängigkeit der Ventile sicherstellen/ (ggf. nachbiegen)
      - Spiel der Drosselklappenwellen prüfen - idealerweise kein Spiel! Sind die Lager neu gebüchst ? Und/oder Wellen gelagert?
      - Saugrohr? Welche Ausführung? Mit / ohne Mischkammer?
      - Drosselklappen: Zentriert und fest? Falls noch Ventile in den Klappen: Leichtgängig & funktional, oder beide zugelötet?
      Ggf. nachlöten.
      - Gleichmäßige Grundeinstellung beider Drosselklappen & der Leerlaufanschlagschrauben herstellen.
      - Vergaserdämpfer: Ölfüllung o.k.?
      - Luftventile (= Kolben in den Vergaserglocken) gleichmäßig dicht? Prüfen, ob sie gleichmäßig in den Glocken absinken!
      - CO - Einstellung: Falls Messgerät verfügbar: Motor zunächst mal ordentlich fett, auf 4,5% CO einstellen.
      - Ohne Messgerät: Mit beiden Einstellschrauben zunächst auf optimalen Rundlauf /Leerlauf einstellen.
      - Synchronisation der beiden Vergaser zueinander prüfen (jedes Luftventil mit Prüfstift anheben) & ggf. korrigieren - d.h.
      je nach Abfall der Drehzahl den jew. anderen Vergaser fetter oder magerer einstellen, bis gleiche Drehzahlwerte.
      - Wenn vorhanden, m. Synchrotester, aber über die Prüfstifte funktioniert das ebensogut, und - m.E. - genauer (und einfacher)!
      - Öffnen / schließen die Entlüftungsventile leichtgängig an jedem Vergaser? GGf. korrigieren.
      - Funktion / Einstellung des / der Chokeventile prüfen - ggf. richten.
      - Alle vergaserseitigen Vakuum- bzw. Entlüftungsschläuche auf Durchgang, Dichtigkeit und korrekten Anschluss prüfen.
      - Ist das Luftleitblech und sind die Pertinaxscheiben & die Papierdichtungen zwischen Vergasern und Saugrohr montiert & o.k.?

      Nebenluft:

      - Ansaug- Abgaskrümmerdichtung o.k.? Prüfen durch Absprühen (Wasser / Bremsenreiniger / Starthilfe ... Vorsicht!!)
      - Unterdruckschlauch zum BKV, dessen Rückschlagventil prüfen / ggf. richten!
      - Schlüsselventil im BKV auf korrekte Funktion prüfen
      - Schließlich - nur der Vollständigkeit halber: Kurbelgehäuseentlüftung prüfen.

      Wenn das alles stimmt und die mechanische Seite des Motors o.k.ist müsste er denn ja wohl gut laufen.

      Jedenfalls so gut, wie das ein B20B kann - ein bisschen unruhig im Leerlauf kann man auch als normal betrachten bei diesem Motor.

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f

      The post was edited 1 time, last by k-c-f: Ergänzung ().

    • Hallo k-c-f,

      erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
      Ich versuche mal in gleicher Reihenfolge zu Antworten. Bitte sieh mir nach, wenn ich zu dem einen oder anderen Punkt noch Fragen stelle. Was man so liest gibt's ja zig verschiedene Konfigurationen.
      Prinzipiell bin ich aber der Meinung er läuft viel zu fett.


      Benzinpumpe:
      Die läuft einwandfrei... Sie fördert konstant mit ordentlichem Druck und m.E. ausreichender Fördermenge.

      Zündung:
      Ich habe den 123 ignition Verteiler drin mit Anschluß zur Unterdruckverstellung. Die statische Einstellung sollte stimmen. Ist nach Einbauanleitung von 123 und Skandix (beide decken sich in Reihenfolge und Arbeitsschritten) voreingestellt.
      Frage dazu -> Die Unterdruckverstellung bewirkt was? Kann keinen Unterschied feststellen bei angeschlossenem oder abgezogenem Unterdruckschlauch. Dieser Schlauch geht an den hinteren Vergaser, der Anschlußnippel sitzt neben der Glocke vom Vergaser.

      Vergaser:
      Beide Vergaser waren gerade auseinander... Die Vergaserfedern haben gleiche Länge und mit der Küchenwaage grob gemessen auch die gleiche Stärke. Die Kolben laufen sauber in der Glocke ohne zu haken oder Geräusche. Ein deutliches Klock ist bei beiden Vergasern gegeben, wenn der Kolben unten anschlägt. Obwohl schon ein leichtes Spiel am vorderen Vergaser zu bemerken ist. Werde mal die Öffnungen im Kolbenboden verschliessen und mal schauen, ob diese auch wirklich i.O. sind.
      Vergaserölfüllung oben in den Glocken ist gegeben und gleichmäßig bei beiden Vergasern.
      Die Düsenstöcke sind neu und die Düsennadeln sind korrekt eingebaut und anständig zentriert. Habe starre Nadeln (KD) drin daher resultiert meine nächste Frage... Welche Bimetall betätigte Verstellung meinst du? habe in den Vergasern nichts gesehen, was nach Bimetall aussieht.

      Der Füllstand in den Schwimmerkammern ist Gleichmäßig.
      Die Drosselklappenwellen haben kein Spiel. Die Drosselklappen schliessen sauber und haben keine Ventile oder Öffnungen.
      -> nächste Frage zum Saugrohr... Mit oder ohne Mischkammer!? Gute Frage... ich würde sagen, ohne. Es ist die Alu Ausführung verbaut von 62-66

      Ein CO Messgerät habe ich leider nicht... aber Syncrometer, Gunson Testzündkerze, Stroboskoplampe etc ist vorhanden.

      Nächste Frage... Wo sitzen die Entlüftungsventile am Vergaser? ?(

      Ebenso der Choke... Habe alles nach Werkstatthandbuch eingestellt. Chokehebel 2cm rausziehen, Bowdenzug so befestigen, dass quasi kein Spiel mehr in der Düsenstockbetätigung ist. wenn ich jetzt den Choke weiter herausziehe, senkt sich der Düsenstock ca. 10mm ab. Am vorderen Vergaser etwas mehr als beim hinteren... obwohl exakt gleich eingestellt.

      Sämtliche Montagedichtungen sind neu. Zwischen Vergaser und Saugrohr, ebenso vom Kopf an Saugrohr und Krümmer. Allerdings ist da kein Pertinax! ?(


      Nebenluft:

      Das check ich jetzt mal am We... Wo sitzt denn das Rückschlagventil am BKV?

      Werde mal ein zwei Bilder anhängen... Vielleicht macht es das Ganze einfacher.

      Trotzdem schonmal vielen Dank!!!

      Gruß Bones
    • Hallo Bones,

      vorab, deine beiden Vergaser sind SU HS6,, diese haben noch keine bimetallbetätigte Düsenverstellung, deshalb kannst Du auch keine Bimetallverstellung in den Vergasern finden.

      Ich hatte überlesen, dass es HS 6 sind und ging von HIF 6 aus. Der Punkt scheidet also bei HS 6 Vergasern aus.

      Nun weiter der Reihe nach rückwärts:

      Das Ventil am BKV ist auf den Fotos deutlich zu erkennen - es ist ein runder weißer Kunsstoffeinsatz oben an der Vorderseite; des BKV mit Anschluss für den Unterdruckschlauch. Intakte Dichtung des Einsatzes am BKV ist wichtig - prüfen!

      Der BKV hat ein weiteres Ventil, das unzugänglich innen drin sitzt, und das bei der Bremsbetätigung den Zustrom von Außenluft in die hintere Kammer des BKV steuert. Wenn dieses Ventil undicht ist, erhält der Motor über diesen Weg ständig Nebenluft und der BKV behält nach Abstellen des Motors allenfalls noch ganz kurzzeitig den Unterdruck.

      Test: Unterdruckschlauch des BKV abschließen / Nippel am Saugrohr vorübergehend dicht ! verschließen (Verschließen ist sicherer, als nur den Schlauch abzuklemmen) und Motor laufen lassen - falls das Schlüsselventil der Störfaktor ist, müsste der Motor dann gut laufen.

      Die Pertinaxdichtungen zwischen Vergasern und Saugrohr sind etwa 6-8 mm dicke Kunsstoffscheiben in gleicher Form und mit gleichen Bohrungen wie die Papierdichtungen. Es gibt sie als Pertinaxscheiben, oder auch als schwarze Kunsstoffscheiben.
      Ihre Funktion ist die thermische Entkoppelung der Vergaser vom Saugrohr, zwecks Vermeidung von Dampfblasenbildung -
      relevant i.d.R. aber nur bei entsprechender Motortemperatur

      Die leicht unterschiedlich hohe Düsenverstellung bei Betätigung des Choke-Zuges kann auf unterschiedlichen Widerstand in den Zügen, oder durch Ausgleich unterschiedlicher Leicht-/Schwergängigkeit der Betätigungsmechanik an den Vergasern durch die Choke-Betätigung hinter dem Armaturenbrett herrühren.

      Die unterschiedliche Verstellung dürfte aber - gerade auch bei den derzeitigen Temperaturen - keine nenneswerte Auswirkung auf das Leerlaufverhalten haben - richtige CO - Einstellung vorausgesetzt.

      Zum Saugrohr: Gem. den Fotos ohne Mischkammer. Diese befindet sich bei frühen Eisen-Gusskrümmern genau mittendrin - zwischen den Vergaserflanschen. Erkenntlich auch an einem aufgeschraubten Deckel.

      Das Anschlaggeräusch der Luftventile auf den Vergaserbrücken ist o.k.

      Zur Unterdruckverstellung: Leitung o.K.? Hat der Anschluss Durchgang? Funktion der Verstellung: Sie passt den Zündzeitpunkt an die jew. Unterdrucksituation an - also: Mehr, oder weniger Frühzündung. Funktion im Verteiler o.k.?
      Funktionsprüfung auch möglich durch Test bei lfd. Motor und höherer bzw. variierender Drehzahl mit Stroboskoplampe.

      CO Gehalt - zu fett / zu mager: Genau geht das nur mit CO-Tester. Eine ungefähre (manuelle) Einstellung ist aber möglich und genügt i.d.R. für einen stabilen Leerlauf. Grundsatz: CO mindestens 3,5 % +/- . Der B20 ist kein Motor, der besonders mager gut läuft.

      Soviel erst mal zu den Fragen / dem Problem. Weitere Fragen gerne hier oder via PN ...

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f
    • Hi,

      leider am Wochenende doch was dazwischen gekommen, sodass ich nicht basteln konnte.

      Hab jetzt nochmal von vorn angefangen... zündung voreingestellt, Vergasergrundeinstellung vorgenommen, Ventilspiel nochmal gecheckt und auf 0,5 angepasst.
      er springt einwandfrei an, aber jetzt hab ich ab und zu Fehlzündungen. Aber nur im Leerlauf und auf einem Zylinder!?!


      wie kann ich denn die Unterdruckverstellung im Verteiler testen? Hab die Leitung abgezogen und am Anschluss vom Verteiler mal reingepustet und dran gezogen. Keine Veränderung spürbar. Die Leitung ist frei.

      An die Vergaser geh ich jetzt... Ich check mal, ob die Kolben ggf zu viel spiel in der Glocke haben.

      gruß Bones
    • so jetzt läuft er schonmal deutlich besser... noch nicht super aber akzeptabel. Dreht auch sauber hoch und macht keine komischen Geräusche mehr.
      Fehlzündungen sind auch weg.

      Hab mal die Kolben gecheckt, laufen auch ganz gut. Öffnungen im Kolbenboden verschlossen und kolben hochgedrückt. Sind zwar keine 7 sek bis sie wieder unten sind, aber deutlich langsamer als mit unverschlossenen Öffnungen.
      Hab mal n Video gemacht, kann aber zwecks Größe dieses hier nicht hochladen.

      Drehzahl ist aber noch zu hoch. Dauert ein wenig, bis er sich einregelt und der Leerlauf sich beruhigt.
    • Hi Bones,

      die Schreibberatung hin und her findet irgendwo ihre Grenze an der Realität. Heißt - wenn Du alle Parameter richtig eingestellt bzw. beim Überprüfen als richtig vorgefunden hast, bleibt nur, vor Ort, bzw. am laufenden Motor weiter zu arbeiten.

      Wenn ich Deine Texte lese, vermute ich mal, dass Du zwar interessiert und eifrig bist, aber bei der Materie Volvo 140, insbes. B20B keine Erfahrungsgrundlagen hast. (z.B. " was macht die Unterdruckverstellung / wie kann ich sie prüfen / Zündung ist voreingestellt ... ???? / Unterdruckleitung am Verteiler abgezogen, rein gepustet / dran gezogen / die Leitung ist frei... usw usw ...
      Das klingt alles - sorry, dass ich hier etwas offen bin - nach nicht vorhandener Praxis.
      Aber die braucht man hier! Man kann keinen alten Volvo B20B nur vom Schreibtisch aus prüfen / einstellen / korrigieren!.

      Ich versuche mal noch einige m-E. offene Fragen zwecks Anregung zum Weiterarbeiten zusammenzustellen:

      - Zündung bei lfd. Motor / 800 Upm LL : 10 Grad vor OT ! Wurde das überprüft, mit Stroboskop, am Objekt ?
      Oder doch nur bei "voreingestellt" belassen? Voreinstellung der Ign. 123 ist etwas Anderes als Zündeinstellung am Motor.

      Was ergibt sich bezüglich der Markierung auf der Riemenscheibe wenn Du das Stroboskop anschließt und
      - den ;Motor im Leerlauf hast,
      - die Drehzahl erhöhst ...

      Überhaupt: Du hast noch nichts über die Laufkultur des Motors bei höherer Drehzahl gesagt. Wie sieht es da eigentlich aus?

      - Unterdruck: Wenn Du die Funktion prüfen willst, die Leitung am Verteiler abziehst und dann in den Anschluss "hineinpustest"
      ... ich stelle mir das bildlich vor, wie Du in den Motorraum abtauchst und bei laufender Maschine in den Nippel pustest :)

      1.) sinnlos, kann nix bewirken, denn die Verstellung wird ja mit Unterdruck bewirkt - nicht durch "pusten" ...
      und ob Du beim "dran ziehen" einen Unterdruck hinbekommst, mit dem die Verstellung funktioniert, erscheint mir fraglich - und dass die "Leitung frei ist", das hoffen wir doch! Wenn Du Unterdruck suchst - so welcher da ist - findest Du ihn am Anschluss des Vergasers! Also dort prüfen!

      2.) sehr gefährlich für Arme / Hände oder Toupet /, Du kannst leicht in den Einwirkbereich des Lüfters geraten, und der
      haut Dir dann ganz ordentlich was weg !!

      Exkurs:
      So arbeitet man nicht fachgerecht! Elementare Unfallverhütungsgrundsätze unbedingt reflektieren und beachten!
      Und zur Sache: Um den B20B hin zu bekommen, braucht es schon etwas Sachkunde, Erfahrung und strukturiertes Vorgehen.

      - Ventilspiel: " noch mal gecheckt und auf 0,50 angepasst" ... wo hat es denn vorher gestanden?
      Wieviel musstest Du korrigieren? Woher stammt der Motor?

      Und: Wer den B20 Ventiltrieb kennt, weiß, dass jegliche Ventilspieleinstellung nicht dauerhaft statisch, sondern systembedingt in gewissem Maße veränderlich ist. Daher auch die Empfehlung eher an die obere der angegebenen Grenze zu gehen! (Oder sogar geringfügig darüber - muss man beobachten! Und dann mal das Rasseln hinnehmen! 0,55 ist ein guter Näherungswert. Sagen Dir an dieser Stelle viele Jahre Erfahrung mit B20B!

      Volvo gibt für B20 B 0,50 - 0,55 vor. Erfahrungsgemäß stellt man 0,55 satt ein!

      By the way - was heißt satt? D.h. dass die Fühlerlehre leicht durchgleitet (widerstands- aber auch spielfrei)
      Im Gegensatz zu saugend - da wird sie mit einem geringen, aber leicht spürbaren Widerstand durchgezogen.

      Der B20 Motor / Ventiltrieb ist konstruktionsbedingt eh laut, aber gut laufen kann er nur mit ausreichendem Ventilspiel!

      Sorry, je mehr ich hier in die elementaren Einzelheiten gerate, desto mehr erscheint mir die Sache als eine Grundlageneinweisung in elementare KFZ - Mechaniker Belange. (hab' ich ganz früher mal durchgeführt, aber schon lange hinter mir gelassen - ist aber noch abrufbar :)

      Schreib' mir mal, ob und inwieweit Du Dich auskennst / ausgebildet bist, damit ich mal einschätzen kann, was wir hier machen.
      Denn: Die ganze Schreiberei ins Blaue hinein ist schon auch sehr zeitaufwändig und da weiß man gern vorab, was nötig und überflüssig ist.

      Ich helfe gerne und geduldig weiter, aber ein bisschen klar und strukturiert - v.A. was die Voraussetzungen betrifft - sollte die Gesamtsituation schon sein, damit das Ergebnis auch gut wird und der Gute wieder ordentlich läuft -
      (soweit man das von einem B20B mit SU HS6 verlangen kann! :) )

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f
    • Nachtrag:

      - na wunderbar, klingt gut was Du da mitteilst - was schreibe ich mir denn hier eine halbe Vorlesung :)

      ... aber das ist B20 B - nervt Dich lange und macht plötzlich Frieden, wenn sein Mechaniker den richtigen "Dreh" gefunden hat.

      Viel Spaß mit dem Ding -und Geduld ... :) schönes Auto übrigens. Aus Losheim a. See?

      k-c-f
    • Hallöchen,

      natürlich ist mir klar, dass die perfekte Einstellung nicht vom Schreibtisch aus erfolgen kann. Und ja, ich bin bisher mehr gefahren und hab mich weniger mit dem Motor beschäftigt. Hab in der Zwischenzeit alles andere an Problemchen beseitigt. Kühlsystem, Zündung, der Rost, der sich an der ein oder anderen Stelle ein wenig verbreitet hat, und nun ist halt der Motor dran.

      Bin eigentlich nicht zu doof, das Prinzip zu verstehen, hab aber ehrlich gesagt eher an neueren Fahrzeugen geschraubt. Da hängst du einfach n Computer dran und so lange alles richtig zusammen gebaut ist, läuft das. Ist mir aber zu langweilig und woher sollen Erfahrungswerte im Vergaser einstellen kommen, wenn man das noch nie ausführlich gemacht hat.
      Und das zusammenspiel der Teile, was mit was oder wie gut funktioniert, sind nunmal Erfahrungswerte.

      Aber ich nehm das als konstruktive Kritik und arbeite an mir und meinem Schätzchen. Find ihn nämlich auch echt schön, so wie ich mir den jetzt aufgebaut hab. :)

      Achso... Bin zwar kein KFZ´ler aber auch im technischen Bereich tätig. Genauer gesagt Flugzeugbauer von Beruf.


      P.S
      Zündung natürlich nach der statischen Einstellung abgeblitzt ;) je höher er dreht, um so weiter wandert der Zündzeitpunkt auf früh...

      Ventilspiel war bei 0,4 auf allen Zylindern. Hab jetzt 0,5 satt und mit viel druck geht auch 0,55 dazwischen. Werd auf 0,55 satt hochstellen.

      So jetzt gibts mal was für den Magen, meld mich morgen mit ausführlicheren Beschreibungen.


      Vielen Dank für deine Hilfe und ich hoff mal, ich stell mich nur n bisl zu doof an ;)

      Gruß aus Bingen

      Bones
    • Hallo k-c-f, hallo Bones.
      Nur so: Warum stellt ihr das Ventilspiel auf 0,55?
      Ventilspiel war bei 0,4 auf allen Zylindern. Hab jetzt 0,5 satt und mit viel druck geht auch 0,55 dazwischen. Werd auf 0,55 satt hochstellen.
      Der Deckel ist so schnell demontiert und der Gusskopf hat keine so große Längenänderung bei Erwärmung, da könnte die Akustik etwas reduziert werden, oder?
      Nur bei "extrem" hohen Drehzahlen könnte ein Ventil nicht sicher geschlossen sein - naja wenn die Ventilfeder erlahmt ist.
      Ich würde nicht behaupten das er mehr Luft bekommt und besser zieht aber leisen wird das Geschnatter deutlich bei ~0,4 - einfach alle 5tkm kurz Messen und gut.
      0,55 ist doch als Sicherheitszuschlag für die relativ großen Wartungsintervalle gedacht gewesen.
      Wenn du nicht gern den Ventildeckel ab nimmst, Kerzen heraus und die Fühlerlehre geölt einschiebst dann lieber nicht.
      Gruß
      Jörn
    • Hallo Jörn,

      zu Deinem Artikel sag' ich mal nur, dass Du die Ventile des B20B ja nicht auf 0,55 stellen musst.

      Wenn Dir der Wert, der von Volvo in den technischen Daten zu dem Motor angegeben wird, nicht gefällt oder unpassend erscheint, kannst Du ihn doch gern auf 0,40 stellen, bei Deinem B20 B.

      Unter fachlichem Bezug verweise ich gleichwohl noch einmal auf die Volvo Werksangaben (s. Reparaturhandbuch u.a.) und auf verschiedene meiner Beiträge zum Thema B20 und zum Ventiltrieb etc. dieser Motoren.

      Als Fazit zu deinem Beitrag (nein, nein, ich würde ich ihn nicht als "Geschnatter" bezeichnen ), ergänzend:
      Der Sicherheitsaspekt des Ventilspiels bei B20 Motoren hat einen ganz anderen Hintergrund, als irgendwelche Wartungsintervalle.

      Aber das lies mal selbst nach - z.B. auch in einem Beitrag, den ich auf die entsprechende Frage eines Mitgliedes im vergangenen Jahr geschrieben habe.

      Mit freundlichem Gruß

      k-c-f

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