Zündung beim 240er Bj.91 tot

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Zündung beim 240er Bj.91 tot

      Bei meinem 240er Bj 91 ist die Zündung tot. Dauermasse an der Zündspule.
      Neuen OT- Geber eingebaut- keine Besserung. Drehzahlmesser abgehängt. Kein Erfolg.
      Wenn ich die Zündung ausschalte, gibt die Zündspule einen kräftigen Funken ab.
      Dauermasse an der Zündspule ist weg, wenn ich den Stecker von dem schwarzen Zündsteuerteil im Beifahrerfußraum abziehe. Damit müßte der Fehler nach meinem Verständnis in oder vor diesem Steuerteil liegen. Ich habe mit 3 anderen Zündsteuerteilen gleichen Typs aus meinen Ersatzteilspendern probiert. Weiterhim Dauermasse an der Zündspule. Daß alle 4 Steuerteile die selbe Macke haben, halte ich für unwahrscheinlich. Die 3 Leitungen vom OT-Geber habe ich mit abgezogenen Steckern auf eventuellen Massekurzschluß überprüft. Sind ok. Auf Durchgang konnte ich sie noch nicht überprüfen, weil die 23 Kontakte an dem Steuerteil nicht Nunneriert sind. Hab Pinnbelegung im Netz auch nicht finden können.
      Zum Schluß habe ich auch noch das Einspritzsteuerteil ausgetauscht, weil ja alles so unübersichtlich miteinander verquickt ist. Auch das hilft nicht.
      Hat jemand eine Idee, woran es noch liegen könnte?
    • Hallo Gautier,
      Du hast bisher noch nicht mal mitgeteilt ob Du LH2.4 mit Zündsteuergerät EZ-116k oder etwas anderes hast;
      ich nehme allerdings ersteres an.
      Leider kann ich Dir den Schaltplan nicht zusenden, weil ich derzeit nicht scannen kann.
      Aber es gibt genug andere Möglichkeiten:
      Google doch einfach mal: Zündsteuergerät EZ-116K - Google wird Dir garantiert jede Menge Bilder anbieten!

      Außerdem kann ich nicht glauben, dass weder auf dem Steuergerät noch auf dem Stecker die Pin-nummern stehen; eine gute Lampe könnte wahrscheinlich schnell Abhilfe schaffen.

      Zum Problem selbst:
      Dauermasse kann gemäß Schaltplan ohnehin nur durch die Endstufe (liegt an deren Pin2 an) auf die Zündspule geschaltet werden.
      Die Ansteuerung der Endstufe erfolgt exklusiv von Pin 16 des Steuergerätes an Pin 5 der Endstufe.

      Der Impulsgeber ist - wie Du bereits richtig schreibst - über die Pins 10, 11, 23 ans Steuergerät angeschlossen, wobei Pin 11 die Masse für den Impulsgeber liefert.

      Die Texte zum Schaltplan lauten:
      a) Strom fliest durch die Endstufe, die Zündspule wird aufgeladen;
      b) auf ein Signal vom Impulsgeber hin unterbricht das Steuergerät den Strom durch die Endstufe, die Zündspule wird entladen.

      Ich halte - wie Bromsvätska - die Endstufe für den wahrscheinlichsten Übeltäter,
      an zweiter Stelle vielleicht den OT-Geber (bzw. sein Kabel),
      an dritter Stelle einen Fehler an der Leitung von Steuergerät/p16 zu Endstufe/p5;
      andernfalls müsste die Ansteuerung völlig verrückt spielen; da aber mit mehreren Steuergeräten das gleiche Verhalten zu beobachten ist, verstehe ich nicht, woran es sonst liegen sollte.
      Nur wenn sichergestellt ist, dass es nicht an den 3 genannten liegen kann, würde ich probieren, die sonstigen Sensoren der Reihe nach abzustecken, und schauen, ob dann wenigstens Notlaufbetrieb geht.
      Rudi
    • Danke, Rudi für die ausführliche Antwort!
      Was ich nicht so ganz explizit erwähnt hatte ist, daß ich die Zündendstufe auch bereits getauscht habe.
      Ob ich ein EZ-116k habe, weiß ich nicht. Steht rundherum nicht drauf, nur lauter andere Nummern. Ich schicke mal ein Bild.
      Und unglaublich, aber leider wahr- auch mit Lupenlampe sind weder am Zündsteuergerät noch am Stecker Pinnummern zu finden. Es sei denn, ich wickle die Isolierung ab, nehme den Stecker auseinander und suche innen weiter. Ist das der übliche Weg?
      Hab auch nach Deinem Rat gleich mal unter EZ-116k gegoogelt. Tatsächlich viele Bilder, hab aber keins mit den Pinnummern gefunden.
      Da auch der OT-Geber neu ist, bleibt ja, wie Du sagst, eigentlich nur einen Fehler an der Leitung von Steuergerät/p16 zu Endstufe/p5;

      Aber wo ist p16?


      Bin langsam am verzweifeln, weil ich Morgen damit zu einem Auftritt fahren muß und vor lauter Fehlersucherei noch nicht mal die Zeit zum üben gefunden habe. Glücklicherweise habe ich ja noch das Auto vom Profilbild von 1949. Das läuft immer, da es keine Elektronik hat, ist aber für den Winter eingemottet.



      Aber danke erst mal!
      Images
      • Zündsteuergerät.JPG

        290.12 kB, 918×1,632, viewed 5 times
    • Jetzt habe ich tatsächlich die Isolierung vom Stecker abgerissen und ihn auf gemacht, um die Pins an Hand der Kabelfarben zu identifizieren. Und siehe da- im Innern des Steckers stehen die Nummern. Wie sinnvoll! Da hätte ich sie nun auch nicht mehr gebraucht.
      Wenn mein Zeitdruck vorbei ist, werde ich die Pinbelegung für ähnlichen Bedarf hier veröffentlichen.
      Aber die eigentliche negative Überraschung ist, daß das Kabel von 16/ Steuergerät zu 5/Zündendstufe weder Durchgangsunterbrechung noch Masseschluß hat. Ich finde den Fehler nicht!

      Ich liebe meinen Volvo, aber ich erwische mich bei Gedanken, ihn anzünden zu wollen.

      Bleibt wohl nur noch die Alternative der Umrüstung auf die alte Unterbrechertechnik. Dazu bräuchte ich aber den ganz alten Zündverteiler. Hat jemand noch so etwas rum liegen, was er zu einem moderaten Preis abgeben würde?
    • Hurraa! Leute, ich habe den Fehler gefunden.
      Nachdem ich 3 Tage vertrödelt und teure neue Teile gekauft habe.
      Es war ein schlechter Massekontakt an einem der zwei Massekabel, die auf der Ringleitung von der Einspritzanlage mit M6-Schrauben befestigt sind. Das erst mal finden!
      Ich hab endgültig die Nase voll von der "Zuverlässigkeit" der Elektronik und des damit Verbundenen Zeit- und Kostenaufwandes. Jetzt fliegt erst mal die Einspritzanlage raus und es kommt ein Vergaser drauf, da ich sowieso mit Autogas (Venturianlage) fahre. Damit sind dann auch die immer wieder auftretenden Leerlaufprobleme Geschichte. Eine alte englische Benzinpumpe liegt noch da. War immer zuverlässig.

      Für einen Tip, wo und wie ich die Pinbelegung vom Stecker veröffentlichen soll, damit sie im Bedarfsfall gefunden wird, wäre ich dankbar.

      Danke noch mal an alle, die sich mit Gedanken gemacht haben.
    • Hallo, ich bin auch wieder mal "anwesend", und habe nun die weitere Entwicklung nachgelesen.

      Dass sich Massefehler auf dem Einlasskrümmer in dieser massiven Weise auswirken, hätte ich jetzt eigentlich nicht erwartet;
      denn normal werden solche mit stark gestörtem Motorlauf - aber nicht gleich mit Totalausfall in Verbindung gesehen.
      Wenn man sich aber hier im Forum umsieht, gehört es zu den Basisempfehlungen, bei jedwedem Problem mit der Motorsteuerung diese beiden Massepunkte in Ordnung zu bringen.
      Die genannten "immer wieder auftretenden Leerlaufprobleme " könnten durchaus schon die Vorankündigung dieses Massefehlers gewesen sein.

      Wobei ich diese beiden Massepunkte ohnehin bei jeder Art der Nachbesserung für problematisch halte:
      Stahlschraube in Alu-Aufnahme ist technisch absolut keine optimale Lösung;
      sicher hat mancher schon - wenn er es für den Massekontakt "besonders gut gemeint" hat, das Gewinde in der Aluschiene mit der Schraube ruiniert.

      Von einer kompletten Rückrüstung auf Vergaserbetrieb würde ich wegen dieses - nun schließlich auch gelösten - Problems abraten.
      Insgesamt ist die LH-Motorsteuerung doch als eine relativ robuste Lösung anzusehen.
      Bei der Mehrzahl von Störsituationen liefern die Steuergeräte auch brauchbare Fehlercodes;
      und die grüne Umweltplakette sollte man auch nicht einfach aufgeben.
      Rudi
    • Wenn die Elektronik komplett heraus soll,
      Müsstest du auch die Kennfeldzündung, Zündmodul, usw. ausbauen und geben eine Zündung mit Kontakten umbauen.

      Die Gasanlage arbeitet ganz ohne Steuersignale? Kein Steppermotor vor dem Mischer?
      Meine Venturi Anlage verträgt sich auf dem Einspritzer ganz gut, auch weil sich z.B. das Lambdasignal von der LH bekommt.

      Lass die funktionierende LH Einspritzanlage am B230 und du hast nur hin und wieder einen Übergangswiderstand zu putzen oder jetzt einmal alle und versiegeln, ein Vergaser - B230K hat auch eine andere Nockenwelle...

      Gruß
      Jörn
    • Was hat bitte Masse mit "Elektronik" zu tun???
      Hau nen Vergaser drauf. Ändert nix dran, dass deine Zündung weiterhin Strom UND Masse braucht.
      Und deine Scheinwerfer übrigens auch. Kannst natürlich auch gegen Teelichter tauschen....
      Sorry für meine Polemik. Aber gammelige Masseanschlüsse bei einem Fahrzeug diesen Alters sind schon echt ne
      Frechheit.
    • Gautier wrote:

      Hurraa! Leute, ich habe den Fehler gefunden.
      Nachdem ich 3 Tage vertrödelt und teure neue Teile gekauft habe.
      Es war ein schlechter Massekontakt an einem der zwei Massekabel, die auf der Ringleitung von der Einspritzanlage mit M6-Schrauben befestigt sind. Das erst mal finden!
      Das ist der erste Punkt in den alten Beiträgen wenn es um Probleme mit der Steuerung geht. Masseverbindungen.
      Wenn natürlich ein Spezi statt zu lösen, putzen, Kontaktspray, lüften, vorsichtig montieren - einfach nur die kleine Schraube noch fester anzieht passiert ....

      Rudi_245 wrote:

      ...
      Wobei ich diese beiden Massepunkte ohnehin bei jeder Art der Nachbesserung für problematisch halte:
      Stahlschraube in Alu-Aufnahme ist technisch absolut keine optimale Lösung;
      sicher hat mancher schon - wenn er es für den Massekontakt "besonders gut gemeint" hat, das Gewinde in der Aluschiene mit der Schraube ruiniert.
      Die Aluschiene ist jedoch die Ansaugbrücke, oder welche Schiene ist gemeint?
      Die Schrauben am Zylinderkopf und die Zündkerzen gehen alle ins Alu...
      Da für gibt es dann zum Glück Gewindeeinsätze oder HeliColi - die sind mechanisch.
    • Hallo Jörn und Rudi,
      ich verstehe Eure Argumente für das belassen der Einspritzanlage durchaus, habe aber trotzden umgerüstet, weil ich dem Volvo im Laufe seiner 780 000 km Laufleistung schon viel zu viele LMMs spendiert habe und es jetzt schon wieder tun müßte. Außerdem meckern die Einspritzdüsen, wenn sie nach sehr langer Ruhe doch ausnahmsweise mal ihren Dienst tun sollen. Und Benzin kriegt er nur im äußersten Notfall, da er auch bis minus 3 Grad problemlos auf Gas anspringt.
      Angenehmer überraschender Nebeneffekt: Er fährt sich elastischer. Die selben Bergkurven, die ich mit der Drosselklappe der Einspritzanlage im 3. nehmen mußte, nimmt er nach dem Umbau seidenweich im 4. Irgendwie scheint sich die Gasanlage mit der Geomerie des SU-Vergasers besser zu vertragen.
      Und ja, Jörn, meine Venturi hat keinerlei Regelung durch Signale. Ganz altes Modell, und sie hat seit 26 Jahren und über einer halben Million Kilometern nicht ein einziges Mal Probleme gemacht. Meine Erfahrungen mit meinen anderen Gasautos (sowohl geregelte Venturis als auch sequentiell) sind da nicht ganz so positiv.
      Die grüne Plakette- nun ja- nach Ablauf des frische TÜV wird er als Oldtimer laufen. Da brauche ich sie nicht mehr.
      Jedenfalls fühle ich mich mit dem Umbau ganz wohl. Jeder ist anders, und das ist ja auch gut so. Meine automobilen Träume sind eher aus Holz, Leder und Stahl als aus Plastik und Elektronik. Mir bereitet ein Auto mit Zündverstellungshebel am Lenkrad halt mehr Fahrspaß als eins mit elektronische Motorsteuerung.
      Habt Dank für Euer Mitdenken und Beraten!
      Viele Grüße Gautier