Kleine Ursache, grosse Wirkung

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    • Kleine Ursache, grosse Wirkung

      Da sitze ich mit meiner Frau hier oben an der Küste in einer Ferienwohnung und lese das ein oder andere über den 240er. Beim Thema Flammsieb hatte ich doch leichte Schauer über den Rücken bekommen. Nachdem ich die Ölwannendichtung mit nicht unerheblichen Aufwand gewechselt hatte, musste ich vor ein paar Tagen wieder den ein oder anderen Öltropfen unter dem Volvo ausmachen. Hinzu kommt das stetige Gefühl, dass der 2.0er etwas mehr hinten aus dem Auspuff raucht, als es für ihn ohne Kat üblich ist. Der leicht unrunde Motorlauf im Standgas kommt noch erschwerend hinzu. Mir ist schon klar, dass das alles natürlich sehr viele andere Ursachen haben kann. Leider steht der Schwede momentan zuhause und ich kann es nicht kontrollieren. Aber es ist doch erstaunlich, wie sich zum Beispiel eine verdrecktes Flammsieb mit solchen Symptomen bemerkbar macht, aber kein Schrauber (es waren mittlerweile drei Mechaniker am Wagen seit dem Kauf Anfang des Jahres) bei meinem Volvo mal überprüft hatte. Soll nur von mir eine Anregung sein, hier ab und zu mal nachzuschauen. Werde den Test mit dem Öleinfülldeckel machen und dann dem Schweden ggfs. ein neues Sieb mit dazugehörigen Rep.Satz gönnen. Ansaugspinne runter, alles schön sauber machen, Teile austauschen und wieder mit neuer Dichtung die Spinne drauf.
      Grüße von der Nordsee.
      Frank
    • Becko wrote:

      Da sitze ich mit meiner Frau hier oben an der Küste in einer Ferienwohnung und lese das ein oder andere über den 240er. Beim Thema Flammsieb hatte ich doch leichte Schauer über den Rücken bekommen.

      Grüße von der Nordsee.
      Frank
      Fraaahaaank,
      nich anne Küste mit Frau sitzen und über Volvos nachdenken, guck mal neben Dich... :love:
      Gruß Thomas
      Sorry für OT...
    • Bromsvätska wrote:

      Moin, moin,
      Das Flammsieb ist, wie die Ansaugluftvorwärmung, ein Relikt
      aus längst vergangenen Vergaserzeiten.
      Benötigt kein Mensch. Wichtig hier wäre eine gewartete und funktionierende
      Kurbelgehäuseentlüftung mit sauberer Ölfalle.

      Grüße Bromsvätska
      Was wäre denn außer Ölfalle, Sieb und die entsprechenden Leitungen noch zu checken?
      Ich wollte das das Verbindungsrohr abnehmen und mal schauen, ob bei laufendem Motor genug Atem aus der Ölfalle kommt. Muss ich sonst noch was beachten? Und übrigens...., keine Sorge. Die Reihenfolge der Schätzchen wird immer korrekt eingehalten.
    • Moin, moin,
      1. gute Kompression auf allen 4 Zylindern
      2. ein Ansaugsystem ohne Lecks
      3. vernüftige Einspritzdüsen
      4. korrekter System und Steuerdruck
      5. gemessene Einspritzmenge auf allen 4 Zylindern mit annähernd gleicher Menge
      6. gewartete, funktionsfähige Zündanlage mit Funktion auf allen vier Zylindern.
      7. 300-600 km mal „fliegen“ lassen

      Grüße Bromsvätska
    • Meine Frage bezog sich auf deine Aussage „gut gewartete Kurbelgehäuse Entlüftung“. Die typischen Wartungsarbeiten wie Zündung, Kompression messen, würde bis auf Check der Einspritzdüsen natürlich schon durchgeführt.
      Fliegen lassen habe ich den 2.0 auch noch nicht. Der wird ab 120 arg laut und die Hinterachse heult. Frage mich auch stetig, ob der 245 generell so laut war, wie meiner.
    • Moin, moin,
      Gut gewartete Kurbelgehäuseentlüftung will heißen, das alle Schläuche dicht sind,
      Keine porösen Knickstellen aufweisen, das Flammsieb weit fortgeworfen ist und die
      Ölfalle sauber ist.
      Als Freifahren würde ich das nun nicht unbedingt bezeichnen, aber eine generell
      längere Zeit unter richtiger Betriebstemperatur trifft es da eher.
      Ich beschäftige mich seit über 30 Jahren mit großvolumigen, britischen V8 Motoren
      mit fast 7l Hubraum. Die Fahrzeuge stehen die meiste Zeit nur rum oder werden
      Kurzstrecke bewegt.
      Da ich die Motoreinstellungen der Fahrzeuge kenne und weiß, das diese korrekt eingestellt
      Sind, trotzdem aber teilweise wie Arsch aus Eimer laufen, fahre ich diese dann einfach
      mal. Laufen im übrigen dann seidenweich.
      Da ich kein Kirchengänger bin, steht hier die Wahrheit des vorher/ nachher Vergleiches
      klar im Vordergrund.

      Grüße Bromsvätska
    • , ob bei laufendem Motor genug Atem aus der Ölfalle kommt

      Hallo Frank.
      Wenn der Motor soweit in Ordnung ist sollte da kein genug Atem kommen, im Gegenteil weniger ist besser. Bei guter Kolbenabdichtung (Ringe und weiteres) kommt da fast nix.

      Die Schläuche um die Ölfalle sind übersichtlich, mach die Falle sauber und lass das Sieb weg oder nach es neu - wenn es verschmutzt ist (war) dann stimmt von den Parametern Wartung, Betrieb etwas nicht. Ich finde das Flammsieb ist ein guter Indikator für den Motorzustand an sich.

      Du hast doch einen B230E mit K Jetronik, richtig?
      Die Einspritzdüsen sind auch kein Hexenwerk - ausbauen (wenn der Ansaugkrümmer sowieso demontiert wird) und im Reiniger legen oder gleich zum Boschdienst, reinigen, das Spitzbild prüfen lassen, das unbedingt vor der großen Warm-Fahrt.

      Zur Freifahren - gutes Warmfahren
      Die meisten Ablagerungen entstehen doch durch ungenügende Wartung und nicht angepassten Fahrstil, der Volvo wurde für überwiegend den Straßenverkehr in Schweden und USA gebaut - lange Strecken mit relativ gleichmäßiger Belastung - 120km/h?
      Bei den Temperaturen unter 10 Grad einfach eine Pappe vor den Kühler und mal mit Belastung fahren - Berge (nach Salzkotten/Warstein)? Dabei die "überprüfte" Temperaturanzeige im Auge behalten und wenn richtig warm mit reduzierter Belastung weiter fahren damit sich alles lösen und abgetragen kann, dazu noch guten Kraftstoff und die Kerzen zeigen dir die gute Verbrennung.

      Gruß
      Jörn
    • Vielen Dank Euch für die vielen Tipps.

      Ich werde somit die Schäuche, Falle, Sieb ausbauen, säubern werfen und alle Schläuche nochmal überprüfen.
      Die Einspritzdüsen würde ich dann auch gleich in die Hand nehmen. Wäre sicher eine gute Idee, die mal zum Boschdienst zu bringen. Sind die nur mit dem O-Ring fixiert und lassen sich einfach so ziehen? Ringe dann sicher neu. Ich rufe da mal an und erkundige mich. Ich fahre übrigens nur den 2.0er. Logischerweise fahre ich den immer die ersten 10-15 km behutsam warm. Erst im Sommer hatte ich auch hier meine kleine Reise mit Hänger in den Kasseler Bergen geschildert. Die Zylinderkopfdichtung ist nun auch wieder neu. ;(
      Grundsätzlich fährt der Volvo sauber. Er zieht ganz gut durch, soweit man das von dem 2.0er sagen kann. Nur im Standgas, insbesondere im kalten Zustand und nach einer Autobahnfahrt läuft er ganz leicht unruhig im Standgas. Hinzu kommt das Ventilklackern, welches auch im warmen Zustand noch zu hören ist. Mein Volvo Spezi hat mir erzählt, er würde das bei dem alten Kopf nicht mehr besser hinbekommen. Mann muss dazu natürlich wissen, dass der Motor vom Vorgänger auf Gas betrieben wurde.
    • Jetzt sehe ich irgendwo im Verlauf ist aus dem B230E ein B200 geworden richtig? Daher die 112PS mit Euro2, richtig?
      Dann sind es Einspritzventile die mit Bremsenreiniger und 12V an den Kontakten gereinigt werden können - selbst machen.

      Die stecken gehalten vom Rail nur mit Gummiringen in der Ansaugbrücke - das jedoch gerecht stramm (neu Gummiringe leicht schmieren) und dann das Rail auf die Ventile sonst ist das Rohr schnell krumm - gab hier schon Bilder...

      Hat der Volvo Spezi denn das Ventilspiel gemessen und eingestellt durch austauschen den Shims?
      Mit Gasbetrieb wird das Spiel eher kleiner das Geräusch aus dem Ventilraum etwas geringer.

      Das er behutsam warm gefahren wird ist das eine - wirklich Warmfahren und über eine längere Zeit...
    • Genau, es ist der B200er mit den 112 PS.
      Hast du evtl. ne Anleitung zum reinigen mit Bremsenreiniger und 12V.? Somit kann ich mir den kompletten Rep-Satz sparen und die Siebchen werden auch so sauber? Das Spiel wurde natürlich mittels der Shims eingestellt. Da der Schrauber quasi auf 240er gelernt hat, liegt auch noch ein Köfferchen mit den Plättchen und anderen Kram in seiner Werkstatt. Unter warm fahren verstehe ich nicht untertourig und bis max. 3.000 Umdrehungen. Wenig stop and go, wenn vermeidbar.
    • Moin, moin,
      es wird nur nichts bringen, wenn man bei einem B200E mit K-Jetronic
      versucht mit Teilen für elektrisch betätigte Einspritzventile der LH-Jetronic die
      Einspritzdüsen zu überholen.
      Diese kann man mit einem entsprechenden Testgerät prüfen und teilweise durch
      Druckstösse reinigen. Wichtig ist hier, das die Düse zerstäubt und nicht faserig strahlt

      Grüße
      Bromsvätska