Operation am offenen Herzen...

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    • Sooo.
      Es ist ja selten,dass man mal die ganzen Vermutungen und Empfehlungen überprüfen,und die Glaskugelweisheit am Objekt beweisen kann.
      Wie Ihr vielleicht aus der Sparte Kaufen /Verkaufen wisst,hat der Motor kurz nach der Reparatur aufgegeben.Und auch die Besitzerin hat schweren Herzens aufgegeben und das Auto verkauft.
      So ist er jetzt unter meine Fittiche gekommen,und ich will hier mal die Chance einer gründlichen Analyse nutzen und mal präzise darstellen was da so abgelaufen ist.
      Das hat 2Handlungsstränge.Der 1 .ist die Analyse was zu alldem Ärger geführt hat ,da gibt es sicher auch noch einiges zu diskutieren.
      Der 2.ist die gruselige Geschichte der Handelden Werkstatt ,die über dumpfes hirnloses Reparieren,Ignoranz bis hin zu krimineller Energie alles zu bieten hat .Ich werde Hier keine Namen nennen,aber es geht mir darum aufzuzeigen wie Fehldiagnosen zu unnötigen Kosten führen. Und in diesem Fall zu einem kapitalen Motorschaden.

      Die meisten Beiträge hier im Forum haben dazu geraten den Schlamm durch verschiedene Ansätze aus dem Motor zu bekommen und darauf hingewiesen,dass durch die Klumpen Verstopfungen der ölkanäle,und dadurch Schäden durch mangelhafte Schmierung entstehen können. Sie alle lagen richtig.Ist ja auch logisch.
      Was ist passiert? Die Nockenwelle hat sich in ihren Lagerungen gefressen.Sie hat blockiert.den Zahnriemen hat’s einige Zähne gekostet. Es ist ein B200ft also kein Freiläufer,oder? Zumindest sind keine Abdrücke der Ventile auf den Kolben zu sehen.der Kopf ist Schrott.
      Aber warum ist es dazu gekommen.
      Fortsetzung folgt
      Grüße Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von werkstatt1 ()

    • Da musste ich jetzt erst mal lernen wie man Bilder hier ins Forum bekommt.
      Das war für mich schwerer als den Motor auszubauen.jetzt hab ich beides geschaft und es ist klar:
      Das Rohr der ölpumpe zum Block hat an der Stelle ,wo der Dichtering sitzt eine Leckage.der Dichtring ist rausgedrückt und durchgerissen.D.h. Der gesamte ölkreislauf hatte keinen Druck mehr!
      Ich vermute das war Schleichend ,und wie es cornflakegirl ja beschreibt schon sehr lange so.
      Ich bin fast versucht zu behaupten ,dass dies schon seit Jahren geringfügig so war und das es der Grund für den ganzen Schmotter im Motor war.
      Wenn ein Motor zu geringen Öldruck hat ,kann das dazu führen ,dass zwar die Lager geschmiert werden(mehr schlecht als recht) aber die ölmenge sehr gering ist durch die Leckage.diese geringe Ölmenge verliert ihre spülwirkung im Motorinneren und verkokt an den innenflächen,wie auf den Bildern ja schön zu sehen ist
      .So,das ist vielleicht dünnes Eis auf dem ich mich da theoretisch bewege,aber es erscheint mir so möglich.
      Denn bei dem Wagen wurden alle Ölwechsel gemacht,und ich kenne aus meiner Werkstattzeit Kundenfzg die sehr selten zur Wartung auftauchten,und trotzdem nicht so verkokt waren.
      Außerdem hatte ich gelegentlich 940 er die im Leerlauf flackernde Öllampen hatten,es waren da immer die O Ringe vor oder hinter der ölpumpe die Auslöser ,und deren Erneuerung die Lösung und Beseitigung des Problems.
      Die Besitzerin hat ja auch von Problemen mit der Öldruck gesprochen.
      Nun soweit zum Schaden .er ist beträchtlich und total.ich traue mich nicht da irgend welche Reparaturen am Motor zu machen,da liegt mir Zuviel Risiko im Verborgenen.
      Hätte man, als die öldruckprobleme das erste mal auftauchten ,sofort Sachkundig und ordentlich repariert ,hätte der Motor sicher noch lange gehalten.aber hätte....
      Nun ich hab ja oben schon geschrieben,das die Angelegenheit 2Handlungsstränge hat ,und da kommen wir jetzt zum Thema Werkstätten im allgemeinen und im Speziellen.
      Jetzt muss ich euch erst mal wieder Fotos hier auf die Forumsseite zaubern das dauert ein bisschen.
      Fortsetzung folgt .Grüße Richard.
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von werkstatt1 ()

    • DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • wo soll ich anfangen?
      Also bei Zündung an alle Kontrollleuchten an nur die ölkontrollleuchte nicht.
      Der Motor drehte zwar aber ohne Kompression.
      Die Reparatur kopfdichtung erneuert und neuer Turbolader war genau 90 km her .der Patient tot!
      War es ein alter s schwaches Ableben oder Mord?
      Es war Mord! Oder eine Hinrichtung!
      Was mich dann doch anspornte den Motor nicht einfach aus zu bauen,sondern mal genau hinzuschauen.
      Die öldruckleuchte geht nicht! Der öldruckschalter ist neu sieht man,ok aber kein Stecker drauf .verdammte Schlamperei dachte ich mir,mit funktionierender Kontrollleuchte wäre vielleicht was zu retten gewesen,vielleicht auch nicht.
      Nun war ich aber solange Werkstattleiter,dass ich nicht anders kann.automatisch hielt ich Ausschau nach dem Kabel mit dem Stecker für den öldruckschalter.nirgens zu sehen.Ich weiß ja wo der lang geht also mal unterm Riemenrad entlanggetastet und und dem Kabel gefolgt.Gefunden!Und da wurde es mir dann warm und kalt gleichzeitig!
      DA WAR DER STECKER FEINSÄUBERLICH MIT EINEM KABELBINDER AM SCHLAUCH ZUM KLIMAKOMPRESSOR FESTGEMACHT !!

      Das ist dann keine Schlamperei mehr ,Das ist KRIMINELL.

      Auf den Bildern könnt ihr das schön erkennen.

      Alles weitere hat mich dann nicht mehr überrascht.
      Der Riemenspanner hängt schief drinn,weil er nicht richtig mit dem Zapfen im Loch eingerastet ist.

      Nun als der Kopf runter war,mal abgesehen von den Spuren des lustlosen bisschen rumgekratze um den Kopf zu reinigen.
      Planschleifen? Fehlanzeige.
      Aber nicht genug damit.Habt Ihr es auf den Fotos schon entdeckt? Na? Eine Wunder schöne Kopfdichtung vom B230 nur dummerweise auf einemB200!
      Tja der Turbolader hat die 80 km ohne Öl auch nicht überlebt.das ölrücklaufrohr hat die Aufmerksamkeit des Monteurs auch nicht finden können!Für was auch ,kommt ja eh kein Öl an um zurückzulaufen.
      Das ist schon eine ganz böse Nummer,und wohlgemerkt das war eine werkstatt und kein Bastler.
      Da ich weiß wie so etwas endet wenn man vor Gericht zieht kann ich der Vorbesitzerin nicht mal raten dies zu tun .
      Der erste Fehler war sicher den Schaden überhaupt anzupacken.die Werkstatt hätte sich weigern sollen oder aber top arbeiten müssen .Und das kostet.
      Auch die Diagnose für den ölverlust war falsch.es war nicht die kopfdichtung sondern von Anfang an der Turbo der das Öl durchgeblasen hat.
      Sicher wird die Werkstatt sagen sie hat die Kundschaft gewarnt,das es nach hinten los gehen kann.
      Ich werde den Volvo trotzdem Retten.Ich hab ihm am Wochenende eine Organspende geholt es waren 850 km Fahrt ,aber was tut man nicht alles um die 940er auf der Straße zu halten.
      Grüße Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • Hallo Richard.

      Sehr schön aufbereitet - vielen Dank.
      Das mit den Brocken lösen hatte ich eingeworfen und das ist natürlich nicht richtig die würden ja nur den Rücklaufkanäle verstopfen aber nicht die Druckleitungen.

      Schaust du dir bitte noch die Ölpumpe an? Ich vermute (jetzt) das die defekt und/oder das Ansaugsieb/-rohr verstopft ist.

      Gruß
      Jörn
      Edit. So ein Quatsch von mir - natürlich wird die Pumpe an sich in Ordnung sein.
      Den herausgedrückten Dichtring hatte ich nicht so verstanden und auf den Bildern nicht gleich gesehen, weil ich das nie geahnt hätte. Ein Punkt der jetzt immer auf meiner Liste steht "neuer Dichtring"- sauber eingesetzt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 245T Jörn ()

    • Ja Jörn ,am Sieb der Pumpe hängt eine nette Sammlung verschiedenener Brocken.
      Der Block sieht aber nicht so schlecht aus,hat auch wenig Ablagerungen.
      Aber die beste Pumpe kann nicht reichen wenn der Druck vor den Druckkanälen abzweigt
      Ich werde aber nichts mehr von dieser Maschine verwenden,das ist mir zu heikel.
      B 200 FT war jetzt auch nicht so leicht zu bekommen.Aber ich hab das einzige Exemplar erstanden was in D angeboten wurde .ich hab auch keine Lust alles auf B230... umzumodeln.ist so schon ein schwieriges Unterfangen,zumindest ökonomisch.
      Grüße Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • Hallo Marco
      Das mit dem umrüsten ist natürlich nicht die große Sache .
      Ich hätte die passenden Steuergeräte sogar rumliegen.
      Aber lieber Steck ich mein Engagement jetzt in den B200ft
      Da kommt natürlich jetzt alles neu was sinnvoll ist und da sind dann ja auch gleich wieder 500 Euro weg.
      Grüße Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von werkstatt1 ()

    • Moin,
      Danke für deinen Job, Richard.

      werkstatt1 schrieb:

      Da ich weiß wie so etwas endet wenn man vor Gericht zieht kann ich der Vorbesitzerin nicht mal raten dies zu tun .
      Es hätte die Möglichkeit bestanden, die Schlichtungsstelle der Handwerkskammer anzurufen, sofern die betreffende Werkstatt Mitglied ist. Dieses wäre für den Kunden kostenfrei und der Schlichterspruch nicht bindend, der Rechtsweg wird also nicht versperrt. Bei einem Vergleich hätte es wenigstens etwas Geld geben können (für den Pfusch). Nur mal so nebenbei.
      Gruß von Jörg
      Oh Herr, bitte kauf' mir einen Mercedes-Benz...hihi (Janis Joplin)
    • Ja Jörg
      Das wäre eine Möglichkeit gewesen
      Aber der Status, nachdem der Schaden eingetreten ist,wäre ohne einen Gutachter nicht festzustellen gewesen.
      Auch der Gutachter hätte der Sache nicht auf den Grund gehen können.vieleicht hätte Er den V Deckel abgenommen und kontrolliert warum die Nockenwelle gefressen hat.
      Und dann? Er hätte gefolgert:Motor verschlammt,ölschmierung womöglich ungenügend,dadurch Motorschaden.
      Die Werkstatt hätte sich geäußert,dass sie auf dieses Risiko hingewiesen hatte,ähnlich wie auch viele hier im Forum.
      Das wäre es gewesen. Niemand hätte sich die Mühe gemacht der wirklichen Grundlage für den Schaden habhaft zu werden.
      Und die Sache mit dem Stecker? Wie will man beweissen wer das war,auch wenn das eigentlich logisch ist.
      Der Motor war schon vor der Reparatur todgeweiht!
      Also außer Spesen nichts gewesen.
      Kein Gutachter hätte auf Grund der Sachlage eindeutig der Werkstatt die Ursächliche Schuld zugewiesen.
      Hat sie ja auch nicht. Die Haben scheisse repariert ,viel falsch gemacht,aber verreckt ist der Motor an dem was sie nicht gemacht haben.
      Ich finde das ganze für die Besitzerin sehr traurig.Auch aus diesem Grund hab ich Ihr einen in der Nachschau mehr als fairen Preis gezahlt.Shit Happens,Grüße Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • ganz nebenbei reden wir hier von einem Benzinmotor mit 180.000 km Laufleistung.
      nach heutigen Maßstäben ist die von den Konstrukteuren erwartete Lebendauer um 20T überschritten.
      Selbst Motoren anderer Hersteller in 1998 (Ford & Co..) haben es dann hinter sich.
      Dass ein Redblock "normalerweise" klaglos 5x soviel läuft, ist ja auch dem ganzen 4-Zylinder Automarkt eher die große Ausnahme.
      Schade, dass es nun so ist, aber nicht zu ändern.
      .
      Was ich mich die ganze Zeit frage, seitdem ich das Bild vom Dichtring der Ölpumpe gesehn habe:
      WIE passiert so 'was ???
      Beim zusammen bauen schon gepfuscht?
      Schraube gelockert und Ring durch den Öldruck raus gedrückt?
      ...
      ??
    • Moin, moin,

      Da die Besitzerin den Umstand schon 2009 (also vor 10 (!) Jahren) von dem Umstand
      wusste, finde ich das für die ehemalige Besitzerin nicht besonders traurig.
      Wenn man da quer ließt, findet man ATU und andere unfähige Werkstätten.
      Sie hat das Auto ja durch ihr Nichthandeln praktisch auf Raten hingerichtet.
      Wenn man einen Volvo soo lange hat, sieht soetwas nicht SO aus.
      Die gute hat sich aus Unkenntnis von allen Werkstätten behubbeln lassen.
      In den Jahren sind ihr aber jede Menge konstruktive Ratschläge hier im Forum
      gegeben worden.
      Diese wurden nur nicht beherzigt. Das ist das dann das Resultat.

      Grüße Bromsvätska
    • Heftig.
      Ernsthaft, wäre das Auto im Zustand zu Beginn des Ölkohlehorrors bei mir aufgeschlagen, ich hätte die Instandsetzung dieses Motors schlicht verweigert.
      Aber diese Sammlung von Schlamperei und krimineller Energie, den eigenen Bockmist zu vertuschen, ist einfach krass.
      Sollte es sich dabei um einen Innungsbetrieb handeln, würde ich da riiiiiiichtig Stunk machen. Deren Schlichtungsstelle arbeitet kostenlos. Dank sorgfältiger Dokumentation ist der Pfusch ja nachvollziehbar.
      Manchen Umsatz muss man auch mal ziehen lassen. Oder den Motor tauschen... wäre ein bisschen Arbeit zum abrechnen gewesen, und man die eigene Berufsehre nicht verraten und verkauft.
    • werkstatt1 schrieb:


      ....Dichtringe nie besonders gut ausgesehen .
      Ich denk bei dem Motor war noch nie einer da dran...
      auch krass..
      der halb raus gedrückte Ring ist ja auf deinem Bild zu sehen. Die Frage ist, wie sowas kommt!?
      Muss man nun ..nach 23-30 Jahren..Angst haben bei jedem B230-Motor?
      Mein Erst-Auto hat u.A. eine Motoröldruckanzeige - 52mm Rundinstrument von VDO. Ich weiß halt gern, was die verschiedenen Flüssigkeiten/Luft.. gerade machen. Der Motor ist von 1995 mit ca 450T. Läuft wie ein Uhrwerk.
      Werde das nun in jeden eigenen einbauen. Die Nummer wird mir sonst zu heiß
      .
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