Rostschutz - Rostbehandlung - Korrosionsschutz

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    • Hallo zusammen,es gibt seit September ein Sonderheft Oldtimer —Markt /Oldtimer-Praxis mit der Nr 62 da gehts auf 100 Seiten um Rost,Rost,Rost.
      Viele der guten Beiträge hier werden da ähnlich gesehen.der Preis 6.90 .
      Lohnt sich meiner Meinung nach.
      Gruß Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • Hallo Rost-Selbsthandler.

      Die Markt ist gelesen, weiter Info aus dem Netz in der Zwischenzeit auch
      und dennoch oder gerade deshalb wieder mit dem Pinsel/Druckbecherspritze vor dem Winter noch die Hohlräume und Unterboden mit Leinöl "nachbehandelt". Das ist mein Favorit halt -für mich immer wieder schön wie die überschüssige Menge aus dem Ablauflöchern fließt ohne sie zu verstopfen oder die Gummiteile nicht aufgequollen sind. Wenn vorher alles mit Pappe ausgelegt wird ist es halb so schlimm :-). Nach zwei Tagen die fast festen Tropfnasen abwischen sonst sieht das nach Tropfsteinhöhle aus.
      Edit:
      Da ich pragmatisch bin, habe ich eben, die vorgestern behandelten Teile (Auspuff zum Einlagern) mit dem Feuerzeug erwärmt, es flämmt nichts auf, selbst die Pappe von vor zwei Wochen geht aus wo Leinöl drauf ist. Meine Erkenntnis abgebundene Leinöl brennt nicht wie Lack/ÖL oder Fett. Es verbindet sich ja beim Abbinden/Aushärten mit Sauerstoff und kann luftig gelagerte Lappen selbst entzünden.

      Warnung!
      Gebrauchte Lappen in geschlossene Blechbehältern oder in eine Feuerstelle geben nach ca. 1 Woche erst in den Müll.

      Hallo Gerd.
      Wenn nicht noch weitere Infos kommen kann das Thema von meiner Seite zu.
      Gruß
      Jörn

      The post was edited 1 time, last by 245T Jörn ().

    • Ich habe vor einigen Tagen den FK mit Fluid Film AS-R und AR hohlraumversiegelt. Das ist schon eine rustikale Angelegenheit. Das Fett (AR), das aus den Löchern auf die am Boden liegende Pappe herausläuft , verwende ich dann zur Auffrischung der Pampe in mehreren Durchängen.

      Wichtig beim Ausspritzen der Hohlräume (mit AR) ist eine ausreichende Temperatur. Die von Fluid Film angegebene Temperatur von 45°C ist meiner Meinung nach viel zu niedig, um einen guten Sprühnebel zu erzielen. Das Zeug sollte (unter ständiger Aufsicht) richtig köcheln. Ein regelmäßiges Umrühren garantiert, dass am Ende nicht nur unten das Fett unten liegt und der Rest und der Rest sich hinrostet.

      Ich habe einen 0,5l fassendes Aufschäumkännchen aus dem Zubehör für die Cappu-Zubereitung auf einen kleine Gasgrill von Weber benutzt. Vor dem Einfüllen in die Druckbecherdose diese noch knapp 5 Minuten auf den Grill stellen und dann kann es losgehen. Ein vormaliges Erhitzen des AR im Druckbecher anhand einer Heißluftpistole hat sich als quälend lange dauernd erwiesen. Ein Atemschutz ist bei der Hohlraumfüllung übrigens nicht verkehrt.

      Gummi und Plastikteile der Umgebung behandele ich vorher mit Silikonfett, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die das AR nicht so gerne mögen. Es greift sie an.

      Der Tipp von Jörn mit dem Leinöl ist ausgezeichnet. Der hat der Frontmaske meines FB das Leben gerettet. Ich nehme Leinölfirnis, weil ich reichlich davon habe.
      Man darf nicht alles glauben, was man denkt. (Rosamunde Pilcher)
    • Alle Beiträge rauf und runter gelesen - die Angabe fehlt, das tut mir leid:

      Leinöl Firnis, steht in der Farbenabteilung, zur Holzbehandlung kennen es Tischler, 1 Liter Dose für ca. 8,- Hersteller ist egal, ich habe Renovo, Kluthe oder Meffert im Schrank.
      Nach dem öffnen wird es "aktiv" also angebrochene Gebinde bald verarbeiten - die Qualität wird mit dem Alter schlechter, zwei Jahre altes Leinöl aus geöffnete Dosen brauchen sehr lange zum Abbinden, darum kaufe ich lieber 5 Dosen als einen etwas günstigeren 5 Liter Kanister.

      Ich habe eine verschließbare Dose (1000 g Jogurt) habe ich immer etwas Öl, da drin gelagert bleibt der gekürzte Pinsel immer weich und ich kann bei jeder Montagearbeit immer schnell nachbehandeln.

      Gruß
      Jörn

      The post was edited 1 time, last by 245T Jörn ().

    • Der wesentliche Unterschied zwischen Leinölfirnis und Produkten auf Fettbasis ist m.E., dass Leinölfirnis mehr oder weniger aushärtet die Fette dagegen nicht. Beides hat Vor- und Nachteile. Wer einmal eine Karosserie zerschnitten hat (z.B. nach einem Unfall eines fast rostfreien Fahrzeuges zur Rettung von vielen nicht mehr [oder noch nie] lieferbaren Blechteilen) und die Blechdopplungen (oder 3 oder noch mehr Bleche übereinander) und die kaum erreichbaren bzw. bis dahin gar nicht bekannten Hohlräume sich bewusst anschaut, wird bei den Hohlräumen auf ein auch langfristig möglichst kriechfähiges Produkt Wert legen (z.B. Fluid Film oder eines der anderen Fette). An Stellen die man gut erreichen kann, und wo u.U. auch Wasser langgespült wird, punktet dann eher die höhere Haltbarkeit z.B. von Leinölfirnis und oft auch die Tatsache, dass er irgendwann nicht mehr klebt. Aber letzten Endes bleibt es jedem selbst überlassen, was er wo verwendet – und jeder Rostschutz ist besser als gar keiner.

      Viele Grüße,

      Jörg
    • 245T Jörn wrote:

      Alle Beiträge rauf und runter gelesen - die Angabe fehlt, das tut mir leid:

      Leinöl Firnis, steht in der Farbenabteilung, zur Holzbehandlung kennen es Tischler, 1 Liter Dose für ca. 8,- Hersteller ist egal, ich habe Renovo, Kluthe oder Meffert im Schrank.
      Nach dem öffnen wird es "aktiv" also angebrochene Gebinde bald verarbeiten - die Qualität wird mit dem Alter schlechter, zwei Jahre altes Leinöl aus geöffnete Dosen brauchen sehr lange zum Abbinden, darum kaufe ich lieber 5 Dosen als einen etwas günstigeren 5 Liter Kanister.

      Ich habe eine verschließbare Dose (1000 g Jogurt) habe ich immer etwas Öl, da drin gelagert bleibt der gekürzte Pinsel immer weich und ich kann bei jeder Montagearbeit immer schnell nachbehandeln.

      Gruß
      Jörn
      Muss diesen Thread nochmal aufwärmen.
      Jörn, du nimmst einfach Leinölfirnis von zum Beispiel Kluthe und gut? Oder mischt du da nachträglich noch was rein? Habe einige angerostete Unterbodenstellen (kein Volvo) und will diese behandeln.

      Gruß

      Hauke

      Edit: Und wo wir gerade dabei sind. Ich möchte zudem auch noch völlig intakte Radkästen schützen, die keine Innenkotflügel haben. Dreck und Wasser wird also direkt auf diese Fläche treffen. Ich möchte zudem streichen und nicht sprühen und das Zeug sollte möglichst aushärten und nicht klebrig bleiben. Gibt es dort eine Empfehlung? Dinitrol? Kann man das streichen?

      The post was edited 3 times, last by hollandhauke ().

    • Hallo Hauke.
      Ja die Liter Dose Leinöl Firnis.
      Ich halte die Dose unter den Ansaugrüssel der Saugbecherdose und dann in die Hohlräume oder direkt auf den alten rissigen Unterbodenschutz, zwei Tage bis 2 Wochen je nach Temperatur und dann in Radkästen oder Unterboden mit Wasserspritzgefahr noch Klarlack drauf, dann ist der Rost in der Entwicklung verfolgbar. Es macht nichts, wenn auf das noch weiche Leinöl der Lack oder ähnliche gesprüht wird dann muss das Leinöl den Sauerstoff aus dem alten Material oder Rost beziehen. Die Falzkante und Blechstöße im Radhaus mache ich mehrfach bis die kein Öl mehr aufnehmen.
      Warum nicht sprühen? Räder ab, Bremsscheiben und Sättel abdecken - Leinöl greift kein Gummi an und bis auf das Flammrohr geht es wunderbar an den Schellen und Topf Rohranschlüssen vom Auspuff.Beim Streichen machen ich 2 Anstriche pro Tag und ggf. am nächsten Tage den letzten - Rost saugt gut, was zu viel ist abwischen und die Lappen nicht geknüllt also mit viel Luft liegen lassen - die entzünden sich wirklich selbst.
      Haltbar ist es wenn die Feuchtigkeit nicht dauerhaft einwirken kann, Unterwasser geht es nicht.
      Ich habe zum Testen alte Bremssättel und einen rostigen Auspuff (innen und außen) behandelt die liegen jetzt mehr als 2 Jahre draußen, ich muss mal klopfen gehen.

      Mischen? Nur mit dem trocken Dreck vom Unterboden, dann wird die Verbindung gefühlt besser, als wenn es ganz sauber ist, klar sieht das für die Prüfer eigenartig aus, am sauberen Alu vom Getriebe fassen die immer an und vermuten den Ölverlust.
      Gruß
      Jörn

      Frohe Ostern und Gesundheit

      The post was edited 1 time, last by 245T Jörn ().

    • Hier nochmal zum Nachlesen (die teurere Industrie-Leinöl Variante von Owatrol)

      PS. Habe alle meine 2er damit innen und außen und wiederkehrend bestrichen (Hohlräume natürlich mit 360 Grad Düse und Druckbecherpistole). Wenn du vorher Vertan Rostumwandler applizierst, dann siehst der Unterboden wie neu aus und der Prüfer bekommt glänzende Augen (weil ja trotzdem alles transparent ist)
      Also beste Langzeiterfahrungen und unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

      The post was edited 1 time, last by Jo240 ().

    • Nun,da muss ich ja mit Altem Wissen vorsichtig sein.ich habe 1978 viel mit Rostschutz experimentiert und da war Owatrol in Deutschland noch nicht verfügbar.Ich hab es damals als Deks Olje in Dänemark bezogen,wo es für Teakdecks verwendet wurde.Es war damals eindeutig als Syntetisches Schafswollöl definiert und hatte hervorragende Eigenschaften in Bezug auf Kriechverhalten und Durchdringung gerosteter Flächen in Hohlräumen.Es hat bei Ablüften eine weiche leicht elastische Oberfläche gebildet,selbst bei Holz,wo es bis zu einer hohen Sättigung eindringen könnte und eine Seidenmatte Oberfläche gebildet hat.ich hab’s vor 20 Jahren nochmal bestellt ,und da kam es auf einem Vertriebsweg über Wacker Chemie.
      Scheinbar ist nur der gute Name geblieben und hat inhaltlich nichts mehr mit der ursprünglichen Idee zu tun.
      Ist so ähnlich wie der Pferdefleischskandal ,oder Volvo V 50 :steht Volvo drauf und ist Ford und Peugeot drin.
      Gruß Richard
      DAS TRAGISCHE AN JEDER ERFAHRUNG IST,DASS MAN SIE ERST MACHT,NACHDEM MAN SIE GEBRAUCHT HÄTTE.
      Von F.W.Nietzsche
    • Ob Leinöl/Owatrol-Öl oder Fluid Film (bzw. jeweils ähnlich wirkende Produkte) das Mittel der Wahl bei Rost zwischen (verschweißten) Blechen ist, wird in manchem konkreten Anwendungsfall einfach eine Einstellungs- und Glaubensfrage bleiben. Aus dem grundsätzlichen Unterschied beim Aushärten – oder eben nicht - ergeben sich sowohl die Vorteile als auch die Nachteile des Einen gegenüber dem jeweils Anderen.

      Viele Grüße, Jörg

      The post was edited 1 time, last by volvo-4789 ().