Kaltstarthilfe für Fahrzeuge welche bereits auf E85 umgerüstet sind

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    • Kaltstarthilfe für Fahrzeuge welche bereits auf E85 umgerüstet sind

      Projekt: E85 Kaltstartmodul
      Ziel: Beim Betrieb mit reinen E85 dafür sorgen, dass der Motor beim ersten Startversuch startet.

      >> stonis-world.net/e85cse/index.html

      Moin moin,

      es gibt etwas neues an der E85 Front. Mangels einer geeigneten Kaltstart-Hilfe musste eine Eigenbau-Lösung her, herausgekommen ist das Ultimative E85-Kaltstart-Modul. Damit geht jeder auf E85 umgebaute Motor Garantiert! beim ersten Startversuch an.

      Das Kaltstartmodul ist keine Taktverlängerung, wie es die üblichen Systeme am Markt sind. Das Kaltstartmodul setzt voraus, dass der Motor schon mittels grösserer Düsen (Ideal), höheren Benzindrucks oder einer Flexfuel-Erweiterung wie z.B. die Schwedische Flexitune auf reinen E85-Betrieb umgerüstet wurde.

      Die Idee solch ein Modul zu bauen ist dem Umstand geschuldet, dass selbst mit der Flexitune-Box der Kaltstart problemtisch ist. Falls man, so wie ich, mittels grösseren Düsen auf E85-Betrieb umgerüstet hat (was für leistungsgesteigerte E85-Motoren zwingend ist), so hat man das Problem dass der Motor erst nach 2-4 Startversuchen startet. Das findet die Batterie, vor allem im Winter, nicht witzig. Ausserdem hören dann die mitleidigen Blicke und Kommentare der Nachbarn wieder auf.

      Bei meinen Versuchen habe ich herausgefunden, dass eine Überfettung des Gemischs von ca. 100% dazu führt, dass der Motor definitiv beim ersten Startversuch läuft, das Startverhalten ähnelt dem von reinem Benzinbetrieb.

      Die Idee hinter dem Kaltstartmodul ist folgende:

      - Das Modul wird parallel zur Fahrzeug-ECU an die Einspritzdüsen angeklemmt, somit wird das originale Düsensignal der ECU nicht beinflusst.
      - Das Modul taktet die Düsen unabhängig von der ECU mit einer Frequenz von 30Hz an, wobei die Pulsweite über einen Poti von 0-30% eingestellt werden kann.
      - Die Anreicherung wird über einen Tastschalter aktiviert und dauert solange wie der Finger auf dem Taster ist, längstens aber 5 Sekunden
      - Die Anreicherung wird nach 5 Sekunden abgeschaltet um ein Fluten des Motors mit Gemisch zu verhindern, wenn nach Ablauf der Zeit ein erneuter Startversuch unternommen wird, ist der Taster ohne Wirkung, der Motor startet dann nur normal über die Fahrzeugseitige Anfettung
      - Reaktivierung der Anreicherung nur über Zündung erneut aus und wieder an


      Vorteil der Abkopplung vom Einspritzdüsensignal ist, dass der Motor auch dann vom Start weg ein zündfaehiges Gemisch bekommt, wenn die Batterie sehr schwach ist und der Anlasser mit zu niedriger Drehzahl durchdreht.

      Das ganze ist mit relativ wenig Bauteilen realisierbar, da ein ATTINY45 Microcontroller die Steuerung übernimmt. Anpassungen können per Software bzw. durch den Austausch des Prozessors erfolgen.

      Mit diesem Modul dürfte die letzte Hürde für diejenigen fallen, welche bislang wegen den Kaltstartproblemen mit E85 gezaudert haben. Ich habe letzten Winter durchgehend E85 gefahren, auch als die Temperaturen deutlich unter 0Grad waren, der Motor startete selbst bei -10Grad auf Anhieb.

      Gruss, Dirk